Ich kaufe sehr gerne Lernspielzeuge für meine kleine Enkelin. Ich bringe ihr fast jedes Mal etwas mit, wenn ich sie besuche, und ich habe festgestellt, dass in ihren Augen alles ein Geschenk ist. Die Verpackung selbst macht ihr genauso viel Spaß, wie das eigentliche Spielzeug. Auch meine Anwesenheit ist für sie ein Geschenk. Jedes Mal, wenn ich zur Tür hereinkomme, freut sie sich. Ob ich etwas für sie mitbringe oder nicht, ist für sie nicht so wichtig, wie die Umarmung, die ich ihr beim Kommen gebe.

Das erinnert mich daran, was die Bibel in Matthäus 18,2-4 sagt: „Da rief Jesus ein kleines Kind zu sich und stellte es vor sie hin. Dann sagte er: ‚Ich versichere euch: Wenn ihr nicht umkehrt und werdet wie die Kinder, werdet ihr nie ins Himmelreich kommen. Deshalb: Wer so gering wird wie dieses Kind, der ist der Größte im Himmelreich.‘” Wir könnten doch alle davon profitieren, ein bisschen mehr wie Kinder zu sein. Dazu gehört, dass wir alle „Geschenke”, die in unserem Leben auftauchen, demütig zu schätzen wissen und sie mit Begeisterung und Neugierde betrachten.

Zu oft schaue ich auf Ereignisse, Umstände oder Herausforderungen in meinem Leben und versuche, sie zu analysieren. Ist das gut oder schlecht für mich? Und, darum habe ich nicht gebeten, was mach ich jetzt damit?

Doch stattdessen versuche ich daran zu denken, dass ich Gott in allen Umständen danken kann, weil ich weiß, dass er alles zum Guten für mich wirken kann (Römer 8,28). Ich sollte ihn fragen, was ich aus allem, was mir widerfährt, lernen kann. Und ich sollte vor allem die Gemeinschaft mit Gott als eine Gabe schätzen, die mir den Glauben gibt, alles, was in mein Leben kommt, anzunehmen, zu erforschen und zu sehen, was er mir beibringen möchte.

Das vergangene Jahr hat mir Geschenke gebracht, um die ich nicht gebeten oder die ich nicht zu schätzen gewusst habe. Manchmal habe ich mich dabei ertappt, dass ich Gott gefragt habe, warum und ich wollte einige der Geschenke beiseite werfen, weil sie nicht das waren, was ich wollte. Aber Jesus hat mir geholfen zu lernen, alle Geschenke, die in mein Leben kommen, wertzuschätzen. Und ich habe verstanden, dass die Zeit, die ich mit ihm verbringe, das größte Geschenk ist, denn durch unsere süße Gemeinschaft rückt er alles ins rechte Licht und gibt mir meine kindliche Freude zurück.