Das Leben ist oft ein Kampf. Es gibt Zeiten voller Freude, aber auch Zeiten voller Unsicherheit und Schmerz.
Mein Mann starb sehr plötzlich im Alter von 42 Jahren. Ich war 37 und hatte sieben Kinder, das jüngste acht Monate alt, das älteste 13. Der Schmerz und die Verwirrung waren überwältigend. Nur mein Glaube an Gott und der Wunsch, meine Kinder nicht im Stich zu lassen, hielten mich aufrecht.
Auf dem Flug nach Argentinien, wo mein Mann in seiner Heimatstadt beerdigt werden sollte, saß eine ältere Frau neben mir. Wir kamen ins Gespräch, und ich erzählte ihr meine Geschichte. Sie berichtete mir, dass ihr Sohn an einem Herzinfarkt gestorben war, während er mit Freunden feierte, nachdem Argentinien die Fußballweltmeisterschaft gewonnen hatte. Dann nahm sie meine Hand, und wir weinten beide. Es war ein heiliger Moment, in dem zwei Fremde durch ihren Schmerz verbunden wurden. Und irgendwie brachten uns die Tränen Trost.
Am Flughafen von Buenos Aires fragte mich eine andere Frau nach dem Grund meiner Reise. Als sie meine Antwort hörte, betete sie für mich und sagte: „Mach dir keine Sorgen. Jesus wird immer an deiner Seite sein und dir helfen, und alles wird gut werden.“ Diese Worte begleiteten mich viele Jahre lang.
Einige Tage später las ich eine arabische Geschichte über eine Frau, die einen geliebten Menschen verloren hatte. Sie ging zum Sultan und beklagte sich, er würde sich nicht richtig um sie kümmern. Er schickte sie daraufhin auf eine Reise durch das Land. Jeden Tag sollte sie in einem anderen Haus übernachten und den Menschen dort zuhören. Sie stellte fest, dass jede Familie ihren eigenen Schmerz trug. So erkannte sie, dass sie mit ihrer Trauer nicht allein war und dass sie selbst mitten in ihrem Schmerz andere trösten konnte. Diese Geschichte traf mich damals mitten ins Herz.
Mit der Zeit ließ meine Trauer nach und geblieben sind nur noch die schönen Erinnerungen. Ich bin dankbar für die Jahre voller Freude, die Gott mir mit meinem geliebten Mann geschenkt hat. Heute weiß ich, wie sehr wir Frieden brauchen. Frieden, um jeder Herausforderung begegnen zu können, im Vertrauen darauf, dass Gott bei uns ist. Frieden, der uns hilft, alles im Gebet vor ihn zu bringen und darauf zu vertrauen, dass er uns niemals verlässt oder im Stich lässt (Hebräer 13,5).
Paulus sagt in Philipper 4,6–7: „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren.
