Jede Woche bringe ich ehrenamtlich Lebensmittelspenden zu einer örtlichen Wohltätigkeitsorganisation. Nach dem Abladen ging ich ins Haus, um den notwendigen Papierkram auszufüllen. Als ich den Flur entlangging, spielte sich folgendes vor mir ab. Eine Einwandererfamilie sprach Spanisch, doch die Mitarbeiter der Wohltätigkeitsorganisation nur Englisch. Obwohl sie sich mit Handbewegungen und Gesten zu verständigen suchten, verstanden beide offensichtlich nicht, was der andere zu sagen versuchte. Als ich näherkam, war die Frustration beider Parteien spürbar.
Mein Spanisch ist nicht sehr gut, und obwohl ich manches verstehe, fühle ich mich selbst jedes Mal ziemlich unsicher, mehr als ein paar auswendig gelernte Sätze zu sprechen. Doch beschloss ich, zu tun, was ich konnte. Ich lächelte und begann mit dem einfachsten, einem: „Hola!” Das war alles, was es brauchte, um bei einer der Mitarbeiter der Wohltätigkeitsorganisation ein erleichtertes Aufseufzen auszulösen: „Oh, du sprichst Spanisch?! Das ist ja wunderbar!” Ich erklärte ihr, dass ich nur wenig Spanisch spreche, doch sie fragte trotzdem, ob ich ihnen bei der Verständigung helfen könne.
Die Fragen, die der Mitarbeiter der Wohltätigkeitsorganisation stellte, waren relativ einfach: „Wie viele Kinder haben Sie?“ „Brauchen Sie Schulmaterial?“ „Wo wohnen Sie?“ Die Familie hatte eine 11-jährige Tochter und war erst seit zwei Wochen in den USA. Ich half zu erklären, was sie brauchten. Mit dem wenigen Spanisch, das ich kann, tat ich mich doch recht schwer. Ich benutzte die falschen Zeitformen und machte viele Fehler, aber die Dankbarkeit, die in den Augen der Mutter aufleuchtete, werde ich nie vergessen. Sie sagte, es sei schwer für sie beide, sich nicht verständigen zu können. Sie war verzweifelt auf der Suche nach einem Job und für den Winter hatten sie keine warme Kleidung.
Ich konnte mit ihnen eine Weile noch über Gottes Liebe und Fürsorge sprechen. Sie bedankte sich herzlich bei mir und hatte Tränen in den Augen, als ich ihr sagte, dass ich für sie und ihre Familie beten würde.
Auch wenn meine kleine Tat anfangs unbeholfen und gestelzt wirkte, hat mich das Wissen, dass ich jemandem helfen konnte, aufgeheitert. Weil ich mich in ihrer Sprache an sie gewandt hatte, berührte es ihre Herzen und war eine Möglichkeit, ihnen den dringend nötigen Trost und auch Ermutigung zu geben.
