Vor etwa 20 Jahren haben wir ein Grundstück gekauft und ein komfortables Haus gebaut. Dann bauten wir einen Volleyballplatz und später einen kleinen Swimmingpool. Wir hatten viel Spaß und verbrachten viel Zeit dort mit unserer Familie.
Das große Haus ermöglichte es uns, Familientreffen zu veranstalten, und ich kam meinen drei Schwestern wieder näher, die sich uns bei diesen Treffen anschlossen. Und zum ersten Mal in meinem Leben hatte ich Zeit, einen Blumen- und einen kleinen Gemüsegarten anzulegen, was mir große Freude bereitete.
Als meine Kinder unabhängig wurden und wegzogen, begann ich mich leer und allein zu fühlen. Ich konnte nicht mehr rausgehen, um mit Menschen über Jesus zu sprechen, wie ich es in meinen früheren Jahren getan hatte, weil unser Haus weit von der Stadt entfernt ist, und jetzt, wo ich älter bin, kann ich nicht mehr so viel zu Fuß gehen wie früher.
Dann zeigte mir Gott, dass er mich immer noch gebrauchen kann, wenn ich bereit bin, zu schreiben und meine Lebenserfahrungen zu teilen. Ich besorgte mir meinen ersten Computer und begann zu schreiben, anfangs noch zaghaft. Aber mit der Zeit lernte ich, dass es mir sehr viel Spaß machte. Freunde erzählten mir, wie ermutigend sie meine Artikel fanden, und das erfüllte meine Seele mit Freude. Ich fasste sogar den Mut, ein kurzes Buch mit dem Titel Remember Who You Are über meine Lebensgeschichte, meine Weltreisen als Hippie und darüber, wie Jesus mich gefunden und gerettet hat, zu schreiben.
Außerdem schloss ich mich der örtlichen Kirche an und unterrichtete vier Jahre lang ehrenamtlich Englisch für Erwachsene und Kinder. In den letzten Jahren war ich auch ehrenamtlich in einer Therapiegruppe für Eltern und Angehörige von Menschen mit Sucht- und Verhaltensproblemen tätig. Diese neuen Aktivitäten haben mir Glück, Freunde, neue Erfahrungen und Lernmöglichkeiten gebracht.
Ich habe immer noch zwei Söhne, die bei mir leben, und ich mache Hausarbeit, koche und nähe. Abends gehe ich unter den Palmen spazieren, rede mit unserem Schöpfer und genieße die schönen Farben des Sonnenuntergangs.
Ich habe viele Veränderungen durchgemacht, aber die Freude am Leben ist jeden Tag aufs Neue da. Ich glaube, das liegt daran, dass ich Jesus, der sich nicht verändert, immer bei mir hatte. Er ist wirklich derjenige, der unserem Leben einen Sinn gibt!
