Einmal legte ich mich nach einem arbeitsreichen Tag völlig erschöpft ins Bett. Als ich noch kurz auf mein Handy schaute, wurde mir bewusst, dass es schon nach Mitternacht war, ich aber am nächsten Morgen schon sehr früh raus musste. Ich brauchte jedoch dringend eine erholsame Nachtruhe. Genau in diesem Moment begann ich mir Sorgen zu machen: Was, wenn ich so tief schlafen würde, dass ich den Wecker nicht hörte und nicht rechtzeitig aufwachte, um alles zu schaffen, was für den nächsten Tag auf meinem Plan stand? Je mehr ich darüber nachdachte, desto weniger konnte ich schlafen. Und als der Morgen schließlich kam, hatte mir mein Sorgen tatsächlich eine schlaflose Nacht beschert.

Es gibt ein schwedisches Sprichwort, das sagt: „Sorgen geben einer kleinen Sache oft einen großen Schatten.“ Wie wahr! Sorgen vergrößern Dinge in unseren Gedanken, bis sie so dunkel und bedrohlich vor uns aufragen, dass wir davon überzeugt sind, schreckliche Dinge müssten zwangsläufig geschehen.

Der beste Ort, an den wir gehen können, wenn wir in Versuchung geraten, uns zu sorgen, ist Gottes Wort. Dort finden wir Glauben und Trost. Die Bibel warnt uns davor, uns nicht von Sorgen beherrschen zu lassen:
„Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren“ (Philipper 4,6–7).

Gebet ist ein entscheidender Schritt, um Angst und Sorgen zu überwinden. Gott allein kann Frieden und Ruhe in unser Inneres bringen, doch wir müssen demütig genug sein, ihn um seine Hilfe zu bitten.

„Deshalb beugt euch demütig unter die Hand Gottes, … Überlasst all eure Sorgen Gott, denn er sorgt sich um alles, was euch betrifft“ (1. Petrus 5,6–7).

Er hat versprochen, für uns zu sorgen, aber wir müssen es auch zulassen:

„Bring deine Sorgen vor den HERRN, er wird dir helfen. Er wird nicht zulassen, dass der Gottesfürchtige stürzt und fällt“ (Psalm 55,23).

Wenn wir der Angst und den Sorgen nachgeben, verlieren wir den Blick für Gottes Verheißungen.

„Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig! Hab keine Angst und verzweifle nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst“ (Josua 1,9).

Wenn wir wirklich glauben, dass Gott souverän ist, dann wissen wir, dass er uns durch jede Herausforderung hindurchtragen kann.

„Deshalb können wir zuversichtlich sagen: ‚Der Herr steht zu mir, deshalb fürchte ich mich nicht. Was können mir Menschen anhaben?“ (Hebräer 13,6).

Denk daran: Es gibt keine Sorge auf dieser Welt, die es wert wäre, dass wir uns um sie sorgen!