Wurdest du schon einmal zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der du noch nie gewesen bist, was dich unsicher fühlen lies? Vielleicht hast du in so einem Moment zu deiner besten Freundin oder deinem besten Freund gesagt: „Wenn du hingehst, dann gehe ich auch. Aber wenn du nicht gehst, dann gehe ich auch nicht.“
Ganz ähnlich sprach Mose mit seinem „Freund“ Gott, als er mit den Israeliten auf dem Weg ins verheißene Land war. Auf dieser Reise hatte es etliche Auflehnungen gegeben, und der Herr sagte Mose, dass er einen Engel vor ihnen hersenden würde, um ihnen den Weg zu zeigen, selbst aber nicht mit ihnen ziehen wolle. Mose bekräftigte erneut sein Anliegen, Gottes Wege zu suchen, und der Herr versprach ihm: „Meine Gegenwart wird mit dir sein, und ich werde dir Ruhe geben.“ Darauf antwortete Mose: „Wenn deine Gegenwart nicht mit uns geht, dann führe uns nicht von hier hinauf.“ Er ging keinen Schritt weiter ohne Gott! (Die vollständige Begebenheit findest du in 2. Mose 33.)
Was unterschied das hebräische Volk von den anderen Völkern ihrer Zeit? Sie waren mit Gott unterwegs. Und bis heute hält Gott unbeirrbar an seiner Zusage fest: „Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen“ (Hebräer 13,5). Er sagt auch: „Ich will mitten unter ihnen sein und mitten unter ihnen leben. Ich will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein“ (2. Korinther 6,16).
Gott hat versprochen, jeden Tag mit dir zu gehen. Mehr noch: Er wohnt in denen, die Christus nachfolgen, und hat Wohnung in deiner Seele genommen (Johannes 14,23). Was für ein kraftvolles Mittel gegen Einsamkeit! Er bleibt an deiner Seite, in guten wie in schweren Zeiten. Du kannst ihm all deine geheimen Sehnsüchte und Träume anvertrauen und sicher sein, dass er die tiefsten Wünsche deines Herzens versteht.
In dieser Ausgabe lesen wir, dass Freundschaften wachsen können, wenn wir bereit sind, unsere eigene kleine Welt zu verlassen und auf die Bedürfnisse anderer zu schauen. Und wir entdecken, dass Jesus sich danach sehnt, unser bester Freund zu sein, wie es im Hauptartikel „Nie allein“ auf den Seiten 4–6 deutlich wird. Die Beiträge dieses Heftes wurden ausgewählt, um uns dabei zu helfen, unsere Beziehung zu Gott zu vertiefen und gleichzeitig auf andere zuzugehen. So kann unsere eigene Einsamkeit gelindert werden, während wir unseren Teil dazu beitragen, die Welt ein Stück besser zu machen. Eine echte Win-win-Situation.
Möge diese Ausgabe dich reich segnen!
