Ich habe gelernt, jedes Geschenk – ob groß oder klein – wertzuschätzen, das von dem einen kommt, von dem aller Segen ausgeht. Die Freiheit, deine Identität in Jesus zu finden und zu wissen, dass du ein Sohn oder eine Tochter des Königs bist, lässt alles andere verblassen.

Dennoch spielt das Leben seine eigenen Karten, und es kann schwerfallen, seine Höhen und Tiefen – das Auf und Ab – zu bewältigen. Ich weiß jedoch, dass das Vertrauen in die Liebe unseres Schöpfers uns in diesen dunklen Momenten tragen kann – gemeinsam mit dem Trost von Freunden und Familie.

Ich erinnere mich an den großen Kummer, den ich als Jugendlicher empfand, als mein Freund mit mir Schluss machte. Wir waren mit einer Gruppe von Freunden zusammen, als er es mir sagte. Da ich nicht wollte, dass sie mich weinen sahen, ging ich zu einem kleinen Park in der Nähe und weinte. Dort, ganz allein, ließ ich meinen Tränen freien Lauf.

Dann begann ich instinktiv, Lieder über Liebe und Hoffnung zu singen, um mich selbst zu trösten. Ich erinnerte mich an andere traurige Ereignisse in meinem Leben, zum Beispiel daran, wie ein guter Freund bei einem Autounfall ums Leben kam. Nachdem ich über jede dieser Erinnerungen nachgedacht hatte, sang ich ein Lied, und es fühlte sich an, als würde meine Seele von den Melodien gereinigt. Bald erfüllte Frieden mein Herz, der Schmerz verschwand, und ich konnte mit einem Lächeln zu meinen Freunden zurückkehren.

Eric Clapton, der bekannte Sänger und Komponist, erzählt in seiner Biografie von einer Zeit in seinem Leben, nachdem sein vierjähriger Sohn bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Der Schmerz und die Trauer waren so überwältigend, dass er sich ein Jahr lang zurückzog, um zu trauern und nur für sich Gitarre zu spielen. Schließlich entschied er sich, zum Gedenken an seinen Sohn ein Lied des Trostes zu schreiben. So entstand „Tears in Heaven“, ein Lied, das damals Platz eins der Hitparade erreichte und bis heute vielen Menschen in Zeiten des Kummers Trost spendet.

An den Himmel zu denken, an den Ort, an dem Gott alle Tränen von unseren Augen abwischen wird, ist ein wunderbares Mittel gegen Traurigkeit (sieh Offenbarung 21,4). Und hier auf der Erde können ein Lied, ein Lächeln, eine Umarmung, ein tröstendes Wort und ein aufrichtiges Gebet ein bisschen Himmel zu uns und zu anderen bringen und uns daran erinnern, dass es einen Gott der Liebe gibt, der eines Tages alles wieder gut machen wird.