Frage: Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich meine Sorgen überwältigen. Was kann ich tun, um mir nicht mehr so viele Sorgen zu machen?

Antwort: Wer macht sich nicht auch manchmal Sorgen? Wir machen uns Sorgen darüber, was in der Welt passiert. Wir haben Angst, in der Schule, beim Studium oder bei der Arbeit zu versagen. Wir machen uns Sorgen, dass wir finanziell nicht über die Runden kommen. Wir quälen uns mit Gedanken darüber, wie wir unsere Fehler oder verpasste Chancen wieder gut machen können. Wir sorgen uns um unsere Zukunft. Machen uns Sorgen, unsere Lieben zu verlieren. Wir sorgen uns um so viele Dinge!

Die meisten Sorgen lassen sich auf zwei Dinge zurückführen: die Grübelei über vergangene Misserfolge und verpatzte Situationen oder die Angst vor der Zukunft.

Wie können wir verhindern, dass diese Sorgen uns belasten oder lähmen? Eine hilfreiche Antwort kommt aus einer eher unerwarteten Richtung – dem modernen Ozeandampfer. Solche Schiffe sind mit feuerfesten, wasserdichten Stahltüren ausgestattet. Bei Feuer oder Leckschäden können sie einzelne Bereiche abriegeln, und damit das Problem eindämmen, sodass das Schiff schwimmfähig bleibt.

So sollten wir es auch im „Schiff“ unseres Lebens halten. Um das Beste aus dem heutigen Tag zu machen und uns optimal auf die Zukunft vorzubereiten, müssen wir lernen, uns von den Sorgen um die Fehler und Misserfolge von gestern sowie von übertriebenen Ängsten vor morgen abzuschotten. Andernfalls könnten uns unsere Sorgen überschwemmen und herunterziehen.

Ist dir schon mal aufgefallen, dass es oft die Dinge sind, die nie passieren, die uns am meisten Sorgen machen? Ein Geschäftsmann hat eine sogenannte „Sorgenliste” erstellt, in der er seine Ängste festhielt. Er stellte fest, dass 40 % davon Dinge betrafen, die wahrscheinlich nie eintreten würden, 30 % betrafen vergangene Entscheidungen, die er nicht ändern konnte, 12 % hatten mit der Kritik anderer Menschen an ihm zu tun und 10 % waren unbegründete Sorgen um seine Gesundheit. Er kam zu dem Schluss, dass nur 8 % seiner Sorgen begründet waren.

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Sorgen sind wie ein Schaukelstuhl – sie beschäftigen dich, aber sie bringen dich nicht voran. – Unbekannter Autor

Wenn wir unsere Ängste und Sorgen zu Jesus bringen, erfüllt Er unser Herz mit Frieden. „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren. – Philipper 4,6–7

Der berühmte Evangelist Dwight L. Moody (1837–1899) sagte: „Man kann erster oder zweiter Klasse in den Himmel reisen. Zweite Klasse ist: ‚Wenn ich Angst habe, vertraue ich dir.‘ (Psalm 56,4). Erste Klasse lautet: ‚Ich vertraue ihm und habe keine Angst.‘ (Jesaja 12,2). Warum also nicht gleich ein Ticket erster Klasse nehmen?“