Immer wenn ich Vögel sehe, muss ich daran denken, wie Jesus Spatzen als Illustration dafür benutzt hat, wie sehr Gott uns liebt. Er sagte: „Verkauft man nicht zwei Spatzen für nur einen Pfennig? Doch euer Vater weiß, wenn auch nur einer von ihnen zu Boden fällt. Sogar die Haare auf eurem Kopf sind gezählt. Fürchtet euch also nicht! Ihr seid viel mehr wert als viele Spatzen“ (Matthäus 10,29–31). Wenn Gott sich so sehr um die Vögelchen kümmert, wird er dann nicht dasselbe für mich und dich tun?

Neulich hüpfte ein kleiner Spatz durch ein offenes Fenster in mein Haus. Aus irgendeinem Grund konnte er nicht fliegen, und schaffte es einfach nicht mehr hinaus, egal wie sehr er auch mit den Flügeln flatterte und zappelte. Ich versuchte, ihm zu helfen, doch hatte er zu große Angst; jedes Mal, wenn ich mich ihm näherte, verkroch er sich unter dem Sofa. Schließlich gab ich meine Rettungsversuche auf. Ich betete für ihn, gab ihm etwas Wasser und ließ ihn in Ruhe.

Am nächsten Tag öffnete ich das Fenster wieder weit, in der Hoffnung, dass er seinen eigenen Weg in die Freiheit finden würde. Diesmal hätte er es fast geschafft, fiel aber wieder herunter und kehrte in sein Versteck zurück. Am Tag darauf, hörte er den Chor seiner gefiederten Freunde, was ihn anfeuerten und Mut gab, es noch einmal zu versuchen und dieses mal schaffte er es tatsächlich hinaus.

Es überrascht mich immer wieder, wie viele Menschen ähnliche Erlebnisse haben. Ein Freund erzählte mir diese Geschichte:

In Südafrika baute ein Nektarvogelpaar auf einem Baum ein Nest direkt vor unserem Schlafzimmerfenster. Wir beobachteten, wie sie es sorgfältig aus Stroh flochten. Am Tag, an dem die Eier gelegt wurden, sang der Vatervogel auf dem Nest. Dann sang er erneut, als die Eier schlüpften. Wir spielten Instrumentalmusik, und er sang fröhlich mit.

Dann geschah das Unfassbare! Das Nest war weg! Der Gärtner hatte es versehentlich heruntergestoßen. Ich hängte das Nest sorgfältig wieder zurück und setzte die Küken wieder hinein.

Einen Tag später fingen die Eltern erstaunlicherweise wieder an, die Kleinen zu füttern. Von Tag zu Tag wurden sie kräftiger und verließen schließlich das Nest. Eines Nachmittags kam der Papa ans Fenster, um „Auf Wiedersehen und danke“ zu sagen. Ich antwortete: „Tschüss, Vögelchen!“

Wenn du also das nächste Mal einen kleinen Vogel siehst, dann denk daran, wie sehr Gott dich liebt. Wenn dein Flügel einmal verletzt ist und du Hilfe brauchst, dann ruhe dich in den Armen deines Schöpfers aus, bis du wieder stark genug bist, um zu fliegen. Er wird jeden Tag für dich sorgen, bis du endgültig nach Hause kommst. Und dann heißt es nicht mehr „Tschüss, Vögelchen“, sondern: „Hallo, Himmel!“