Hast du jemals das Gefühl gehabt, dass die Lasten, Sorgen und Herausforderungen des Lebens schwerer sind, als du tragen kannst? Hat der Verlust eines geliebten Menschen dich mit Traurigkeit erfüllt und mit Sorgen um die Zukunft zurückgelassen? Haben finanzielle Schwierigkeiten und wirtschaftlicher Druck Unsicherheit oder Verzweiflung ausgelöst? Hast du das Gefühl, dass aktuelle Ereignisse in der Welt, wie Kriege, Krisen oder politische Unruhen, bei dir Angst und Unruhe auslösen?

Wenn du gerade eine schwierige Zeit, Entbehrungen oder irgendeine persönlichen Krise durchlebst, kannst du Trost darin finden, dass die Bibel verspricht, dass wir seinen Frieden haben können, der unser Verstehen übersteigt – ganz gleich, in welcher Lage wir uns befinden. Der Friede, den Gott uns verspricht, wird unseren Verstand und unser Herz bewahren und gründet auf der Gewissheit, dass Gott, was auch immer uns in diesem Leben widerfährt, versprochen hat, bei uns zu sein (Philipper 4,7).

„Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du gehörst mir. Wenn du durch Wasser gehst, werde ich bei dir sein. Ströme sollen dich nicht überfluten“ (Jesaja 43,1–2).

Die Ausdrücke „Fürchte dich nicht“, und „Hab keine Angst“ kommen in der Bibel über 70 Mal vor. Die Häufigkeit dieser Ausdrücke macht uns deutlich, dass wir davon ausgehen können, dass das Leben uns mit Situationen konfrontieren wird, die Angst, Unruhe und Sorge hervorrufen können. Sie geben uns aber auch die Gewissheit, dass Gott möchte, dass wir Glauben haben und seinen Frieden erfahren. Das Wort „Glaube“ kommt in der Bibel über 420 Mal vor, während das Wort „Frieden“ mehr als 340 Mal zu finden ist. Als Christen haben wir in der Bibel zahlreiche Verheißungen erhalten, die uns helfen sollen, Angst und Sorge durch unseren Glauben zu überwinden.

Die Bibel spricht von zwei Arten von Furcht. Die erste ist die ‚Furcht Gottes‘, die Ehrfurcht und Anbetung vor Gott, seiner Macht und Herrlichkeit sowie Respekt vor seiner Souveränität bedeutet. Die Bibel lehrt uns: „Die Ehrfurcht vor dem HERRN ist der Anfang der Weisheit. Gott, den Heiligen, zu erkennen führt zur Einsicht“ (Sprüche 9,10). Ein Teil unserer Liebe zu Gott ist ein gesunder Respekt vor Ihm, ähnlich dem Respekt eines Kindes gegenüber seinem Vater.

Die zweite Art von Furcht, auf die sich die Bibel bezieht, ist ein Zustand der Unruhe, der Furcht oder der Besorgnis. Wenn die Bibel uns auffordert, wir sollen uns nicht fürchten oder ängstigen, dann weist sie uns an und ermutigt uns, nicht zuzulassen, dass Furcht, Unruhe oder Grübelei unser Leben beherrschen oder in unseren Herzen Fuß fassen. Gottes Volk ist dazu berufen, ein Volk des Glaubens und der Liebe zu sein. „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern einen Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit“ (2.Timotheus 1,7). „Unsere Liebe kennt keine Angst, weil die vollkommene Liebe alle Angst vertreibt“ (1.Johannes 4,18).

Die Realität sieht jedoch so aus, dass wir in diesem Leben einfach manchmal Angst und Unruhe empfinden. Um dies zu überwinden, müssen wir unser Vertrauen auf Gott setzen und an den Verheißungen festhalten, die er uns in seinem Wort gegeben hat. Wenn wir begriffen haben, dass unser himmlischer Vater uns so sehr liebt, dass er seinen einzigen Sohn für unsere Erlösung hingegeben hat (Johannes 3,16), können wir in der Gewissheit ruhen, dass er für uns und alles, was uns betrifft, sorgen wird.

Die Bibel fordert uns auf, all unsere Sorgen – unsere Ängste, Befürchtungen und Nöte – auf den Herrn zu werfen, denn er sorgt für uns (1. Petrus 5,7). Alle unsere Sorgen im Gebet vor Gott zu bringen, ist der erste Schritt, den wir unternehmen können, um unsere Ängste zu überwinden und seinen verheißenen Frieden inmitten der Stürme des Lebens zu finden. „Sorgt euch um nichts, sondern betet um alles. Sagt Gott, was ihr braucht, und dankt ihm. Ihr werdet Gottes Frieden erfahren, der größer ist, als unser menschlicher Verstand es je begreifen kann. Sein Friede wird eure Herzen und Gedanken im Glauben an Jesus Christus bewahren“ (Philipper 4,6–7).

Euer Herz erschrecke nicht

In den Evangelien finden wir zahlreiche Stellen, an denen Jesus seine Jünger auffordert, sich nicht zu fürchten oder zu ängstigen. Im Johannesevangelium lesen wir: „Habt keine Angst. Ihr vertraut auf Gott, nun vertraut auch auf mich!“ „Ich lasse euch ein Geschenk zurück – meinen Frieden. Und der Friede, den ich schenke, ist nicht wie der Friede, den die Welt gibt. Deshalb sorgt euch nicht und habt keine Angst“ (Johannes 14,1; 27). Gottes Friede inmitten beängstigender Umstände wurzelt in unserem Glauben und Vertrauen in ihn und in seiner Liebe zu uns.

Ganz gleich, was uns in diesem Leben widerfährt, ganz gleich, wie beunruhigend oder beängstigend die Umstände auch erscheinen mögen – Jesus hat versprochen, immer bei uns zu sein (Matthäus 28,20). Gott hat nicht versprochen, dass wir niemals Prüfungen, Schwierigkeiten oder Leiden erleben würden, aber er hat versprochen, uns aus all dem zu befreien (Psalm 34,19). Tatsächlich sagte Jesus zu seinen Jüngern: „Ich habe euch das alles gesagt, damit ihr in mir Frieden habt. Hier auf der Erde werdet ihr viel Schweres erleben. Aber habt Mut, denn ich habe die Welt überwunden“ (Johannes 16,33).

Manchmal lässt Gott Dinge in unserem Leben zu, die unseren Glauben auf die Probe stellen und uns Geduld lehren; das dient dazu, unsere Ausdauer zu stärken und uns zu helfen, geistlich zu wachsen. Deshalb sollen wir es als „reine Freude“ betrachten, wenn wir Prüfungen begegnen, da wir wissen, dass die Prüfung unseres Glaubens Geduld und Ausdauer hervorbringt (Jakobus 1,2–3). Aber Gott ist bei uns in allem, was wir durchleben. Jesus sagte sogar, dass jedes Haar auf unserem Kopf gezählt ist und nicht einmal ein Spatz ohne Gottes Fürsorge zu Boden fällt! „Deshalb habt keine Angst; ihr seid Gott kostbarer als ein ganzer Schwarm Spatzen“ (Matthäus 10,29–31).

Auf den Herrn vertrauen

Unser bester Schutz und unsere beste Zuflucht in den Stürmen des Lebens besteht darin, unser Vertrauen auf Gott zu setzen und stark zu bleiben „im Herrn und in der Kraft seiner Stärke“ (Epheser 6,10). Wir können uns entschließen, treu zu sein, „den guten Kampf des Glaubens zu kämpfen“ und fest an unserer ewigen Berufung festzuhalten (1.Timotheus 6,12). Wir können „die volle Rüstung Gottes“ anlegen, um den Herausforderungen zu begegnen und standhaft zu bleiben, einschließlich des Schwertes des Wortes Gottes, des Helms des Heils und des Schildes des Glaubens (Epheser 6,11–17).

Gebet, Anbetung des Herrn und das Festhalten an Gottes Verheißungen sind bewährte Wege, um Angst und Sorgen zu überwinden. „Hört nicht auf zu beten. Was immer auch geschieht, seid dankbar, denn das ist Gottes Wille für euch, die ihr Christus Jesus gehört“ (1.Thessalonicher 5,17–18). Wir können uns auch bewusst dafür entscheiden, unsere Gedanken auf Gottes Liebe, sein Wort und seine vielen Segnungen in unserem Leben zu richten. Die Bibel sagt uns, dass Gott diejenigen in vollkommenem Frieden bewahren wird, deren Sinn auf ihn gerichtet ist, weil sie auf ihn vertrauen (Jesaja 26,3).

Gott ist souverän über unser Leben und diese Welt, und „wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt“ (Römer 8,28). Was auch immer dir widerfährt, vertraue auf den Herrn und auf sein Versprechen, für dich zu sorgen. Er versagt niemals, ganz gleich unter welchen Umständen, wie schlimm oder aussichtslos die Lage auch sein mag, wie hoffnungslos die Umstände auch erscheinen mögen. Als seine Kinder können wir all unsere Sorgen im Gebet vor den Herrn bringen und darauf vertrauen, dass er uns erhört und uns mit seiner unerschöpflichen Liebe umgibt (Psalm 34,4).

Lieber Jesus, hilf uns, uns nicht zu fürchten oder um die Zukunft zu sorgen, sondern nur dich zu lieben und in Ehrfurcht vor dir zu leben. Du hast gesagt: „Wer den HERRN achtet, lebt in Sicherheit; er wird auch seinen Kindern eine sichere Zuflucht sein“ (Sprüche 14,26). Hilf uns, uns nicht von den Wellen, Winden und Stürmen des Lebens beunruhigen zu lassen. Mögen wir unsere Augen auf dich richten, Herr, den Urheber und Vollender unseres Glaubens, und all unser Vertrauen auf dich und deine Liebe zu uns setzen (Hebräer 12,2). Danke für deine Fürsorge für uns, deine Versorgung und Gegenwart in jedem Augenblick unseres Lebens. Amen.