Wir hören oft, dass wir unseren Ängsten „ins Auge sehen“ sollen. Ich denke, der erste Schritt besteht darin, Gefühle wie Furcht und Angst von echten Gefahren zu unterscheiden. Ein Profi-Surfer muss sich fragen, ob er wegen eines bevorstehenden Wettkampfs nervös ist oder wegen der tatsächlichen Gefahr durch die Haie, die in der Gegend gesichtet wurden.
Als Kind habe ich jeden Sommer auf dem Rücken von Pferden verbracht, habe aber nie meinen gesunden Respekt vor ihnen verloren. Ich wusste, dass Pferde die Angst eines Reiters spüren können und dass sie dadurch nervös werden. Also lernte ich, meine anfängliche Unsicherheit zu kontrollieren und ohne Zögern aufzusteigen. Ähnliches tat ich später, wenn ich durch Stadtteile musste, in denen es häufig zu kriminellen Taten kommt. Angst ist etwas Offensichtliches. Es ist sicherer, genau zu wissen, wohin man geht, und dabei Stärke und Selbstvertrauen auszustrahlen.
Ich habe ein interessantes Zitat über unsere Ängste und sorgenvollen Gedanken gelesen: „Angst ist keine Intuition, Furcht ist keine Weisheit, Sorgen sind keine Vorbereitung. Hinterfrage sie. Die meisten werden einer genauen Prüfung nicht standhalten.“ 1
Angst lähmt, und deshalb sollten wir keine Entscheidungen aus Angst heraus treffen. Außerdem betreffen viele unserer Ängste Situationen, auf die wir kaum Einfluss haben, wie zum Beispiel das Schicksal der Welt oder die Frage, wie wir unsere letzten Tage verbringen werden.
Wie also sollten wir unseren Ängsten begegnen? Mit Glauben. Nicht mit blindem Glauben, sondern mit einem Vertrauen, das darauf beruht, dass Gott uns liebt und für uns sorgt, wie es in seinem Wort geschrieben steht. Wenn wir unser Vertrauen auf ihn setzen, wird er uns helfen, sowohl die unbegründeten Ängste als auch reale Gefahren zu unterscheiden. Er wird uns durch alles führen, was uns im Leben begegnet. Das folgende Gedicht bringt diesen Gedanken schön zum Ausdruck:
Drei Männer gingen auf einer Mauer spazieren: Gefühl, Glaube und Tatsache.
Als Gefühl einen schrecklichen Sturz erlitt, verlor Glaube den Halt.
Glaube stand Gefühl so nahe, dass er stolperte und ebenfalls fiel,
Doch Tatsache blieb standhaft und zog Glaube zurück,
Und Glaube brachte auch Gefühl zurück. 2
Die Artikel in der aktuellen Ausgabe widmen sich dem Thema, wie man Ängste und Sorgen überwinden kann. Es ist eine Fundgrube an Inspiration, praktischen Tipps, biblischen Beispielen und persönlichen Erfahrungsberichten, die dir sicherlich Freude machen werden.
Möge Gott dich mit einem Leben voller Glauben segnen!
