Fast jeden Tag bin ich von irgendeinem erstaunlichen Aspekt der Schöpfung Gottes beeindruckt! Heute war es die Auferstehungspflanze, die so genannt wird, weil sie zwar tot zu sein scheint, aber nur ruht, bis sie mit Wasser in Berührung kommt und wieder zum Leben erwacht. Diese Pflanzen leben unter trockenen, wüstenähnlichen Bedingungen und können Jahre ohne Wasser überleben.

Auferstehungspflanzen können bis zu 95 % ihres Zellwassers verlieren und trotzdem überleben. Manchmal dauert es Jahre, bis sie wieder Wasser erhalten, aber wenn sie es dann haben, beginnt das Magische, sie öffnen sich und werden innerhalb weniger Stunden grün.

In manchen christlichen Familien werden Auferstehungspflanzen von Generation zu Generation weitergegeben – als Erinnerung an die Auferstehung Jesu. Oft wird die schöne Pflanze zu Weihnachten und Ostern in einer Schale mit Wasser platziert. Als ein starkes Sinnbild für den Kreislauf von Leben und Tod und für die Verheißung von Neubeginn und Erneuerung, die wir im Glauben an Gott finden.

Die Auferstehungspflanze zeigt uns auch: Selbst in Zeiten der Dürre gibt es Hoffnung auf Erneuerung. Der Funke des himmlischen Lebens bleibt trotz der äußeren Erscheinung in uns erhalten. Auch wir müssen uns in schwierigen Zeiten anpassen und widerstandsfähig sein. Diese Pflanzen erinnern uns daran, dass es manchmal Zeit braucht, bis wir Lösungen für unsere Probleme finden – um aus Jesus, dem Wasser des Lebens, in einem trockenen und staubigen Land zu schöpfen. In den ruhigen Phasen unseres Lebens mögen wir scheinbar inaktiv sein. Doch wenn die Zeit reif ist, dürfen wir uns von Jesus zu unserem ersehnten Zufluchtsort führen lassen, wo wir gedeihen und aufblühen können.

Das erinnert mich an das, was der Herr zu Jeremia gesagt hat: „Aber Segen soll über den kommen, der seine ganze Hoffnung auf den HERRN setzt und ihm vollkommen vertraut. Dieser Mann ist wie ein Baum, der am Ufer gepflanzt ist. Seine Wurzeln sind tief im Bachbett verankert: Selbst in glühender Hitze und monatelanger Trockenheit bleiben seine Blätter grün. Jahr für Jahr trägt er reichlich Frucht“ (Jeremia 17,7–8).

Ostern ist eine Zeit, um über diese Verwandlung vom Tod des Alten zum neuen Leben nachzudenken. Es ist eine Zeit, um zu feiern, dass Jesus sein Leben für uns hingegeben hat, damit wir durch sein Opfer ewiges Leben haben können.