Ich war schon immer ein bisschen ein Sonderling. Ich weiß nicht warum, aber ich konnte mich nie ganz in meine Umgebung einfügen. Als Kind war ich zu voller Ideale und Tatkraft, um mit der Masse mitlaufen zu können. Als ich älter wurde, wurden die Unterschiede immer deutlicher. Nach dem Abitur belegte ich Online-Kurse, während alle anderen sich für eine Universität entschieden. Während meine Altersgenossen darüber diskutierten, welchen Beruf sie ergreifen sollten, um einmal möglichst viel Geld zu verdienen, bereitete ich mich auf einen Vollzeit-Freiwilligendienst vor. Es gehört zu meinem Leben, dass ich nicht dem Mainstream folge.

Das stört mich nicht sonderlich. Ich versuche nur, dem einzigartigen Weg zu folgen, den Gott für mich vorgesehen hat. Die meisten meiner anderen christlichen Freunde gelten nach weltlichen Maßstäben ebenfalls als außergewöhnlich. Aber ich sehe das nicht als schlecht an, denn mir ist klar geworden, dass auch Jesus zu seiner Zeit aus der Masse herausstach. Er hielt sich nicht an alle festgelegten religiösen und gesellschaftlichen Normen seiner Zeit. Er tat, was sein Vater ihm auftrug und passte so gar nicht in die Mainstream-Gesellschaft.

Viele Männer und Frauen Gottes waren zu allen Zeiten anders als ihre Zeitgenossen, das ist also nichts Neues. Jünger Jesu werden immer auffallen, denn Gottes Wort unterscheidet sich stark von den gängigen gesellschaftlichen Trends.

Wenn du die Liebe anstatt Ruhm und Ehre als Priorität hast, wirst du automatisch zum Exzentriker.

Wenn du vergibst, anstatt den Untergang deiner Feinde zu wünschen oder anzustreben, wirst du für andere unverständlich.

Wenn du auf den Herrn vertraust, statt dich auf deinen eigenen Verstand zu stützen und obendrein noch stolz darauf bist, bist du anders.

Als Christen unterscheiden sich unsere Vorstellungen von Leistung und Erfolg im Allgemeinen von denen der Gesellschaft. Jesus sagte uns, dass er uns, wenn wir ein Leben in seiner Nachfolge führen, im Himmel mit den Worten „Gut gemacht, guter und treuer Diener“ begrüßen wird. Nicht „Gut gemacht, erfolgreicher und reicher Herr“ oder „Gut gemacht, beliebter und einflussreicher Prominenter“, sondern „Gut gemacht, guter und treuer Diener“.

Ich denke, das sagt uns alles, was wir über Gottes Vorstellung von Erfolg und den Lebensstil wissen müssen, den Gott für lobenswert hält.