Der größte Feind meines Seelenfriedens war schon immer die Angst – Angst wegen der Vergangenheit, vor der Zukunft, vor dem, was andere von mir denken, davor, abgelehnt zu werden, andere zu enttäuschen oder krank zu werden. Um dieser Tendenz entgegenzuwirken, habe ich es mir zur Gewohnheit gemacht, morgens als Erstes zu beten und alle meine Sorgen in Gottes Hände zu legen. Es fühlt sich an, als würde ich die schweren Säcke, die ich mit mir herumschleppe, auf die breiten Schultern von Jesus legen. Danach fühle ich mich leichter und habe neuen Schwung, weil ich die Angst durch den Glauben überwinde.

Ein weiterer Feind meines Glücks sind Vergleiche in Neid. Ich sage mir selbst: „Sieh nur, wie gutaussehend diese Person ist. Und schau mal, was jene alles erreicht haben. Sieh dir ihr neues Auto an, von dem ich nur träumen kann”, und so geht es weiter. Um dieser Denkweise entgegenzuwirken, führe ich ein Dankbarkeitstagebuch. Ich schreibe mindestens drei Segnungen auf, die Gott mir in den letzten Tagen geschenkt hat. Oft sind es kleine Dinge wie Blumen oder das Zwitschern der Vögel.

Die positive Wirkung von Dankbarkeit auf unser Gehirn ist wissenschaftlich bewiesen worden, denn Computer können das Gehirn abbilden und die Veränderungen erkennen. Dankbarkeit schafft Hoffnung und positives Denken. Wenn ich dankbar bin, schaue ich nicht auf andere, sondern auf Gott und erinnere mich an seine Güte und Barmherzigkeit mir gegenüber.

Mein dritter Dieb des Glücks ist der Groll: „Hast du gehört, was die zu mir gesagt haben! Ich wünschte, ihnen würde etwas zustoßen, damit sie wissen, wie sich das anfühlt… Ups, stop!” – Jemandem zu vergeben, der uns verletzt hat, ist etwas, das wir tun, um unser eigenes Herz und unsere Gefühle zu schützen und um eine Tür offen zu lassen, damit diese Person bereuen und in unsere Gemeinschaft zurückkehren kann. Indem wir vergeben, bringen wir uns auch selbst zurück zur größten Quelle des Glücks und der Zufriedenheit, nämlich der Liebe. Gott ist Liebe (1. Johannes 4,8), und wir müssen unsere Beziehung zu ihm schützen und pflegen.

Das ist mein Rezept für Zufriedenheit: Ich bekämpfe meine Ängste mit Glauben. Ich halte meine Neigung zum Vergleichen durch meinen Glauben in Schach, dass der Herr und ich gemeinsam Großes vollbringen können. Und ich bitte Jesus, mein Herz mit Liebe zu füllen und mit der Gnade, anderen zu vergeben, was zu großer Freude und Zufriedenheit führt!