Ich habe Katzen schon immer geliebt und dachte, ich hätte ein Händchen für sie, doch bei JJ und Felix stand ich vor einer Herausforderung. Sie waren ein Geschenk meiner Schwiegertochter, die begonnen hatte, die Katzenmutter – eine Streunerin – zu füttern, kurz bevor diese den Gefahren des Straßenlebens erlag und zwei Kätzchen zurückließ.

Als JJ und Felix bei mir einzogen, versteckten sie sich unter dem Sofa. Unsere Beziehung begann damit, dass ich mich auf den Boden legte und vorsichtig die Hand nach ihnen ausstreckte.

Anfangs begegneten sie meinen Annäherungsversuchen mit Angst. Doch nachdem ich sie tagelang gefüttert, ihren Napf mit frischem Wasser gefüllt, ihr Katzenklo gereinigt und sie sanft bei ihren Namen gerufen hatte, lernten sie, mir zu vertrauen. Schließlich kamen sie abends, wenn es im Haus ruhig war, hervor und ließen sich von mir streicheln. Es war eine große Belohnung für mich, wenn sie sich schnurrend an mich schmiegten. Ich versicherte ihnen immer wieder, dass sie in Sicherheit seien und ich mich immer um sie kümmern würde, und es schien, als hätten sie die Botschaft verstanden.

In gewisser Weise erinnern sie mich an mich selbst – an den Teil von mir, der sich zurückhält und versteckt, der immer ein wenig schüchtern und misstrauisch gegenüber Fremden ist und sich ein wenig davor fürchtet, jemandem, ja sogar Gott, vollkommen zu vertrauen. Vor kurzem habe ich eine Bibelstudie über das Thema Vertrauen anhand des Buches der Psalmen gemacht. In einem Psalm nach dem anderen schilderte König David seine vielen Probleme, doch früher oder später kam er immer zur gleichen Lösung: Vertraue auf den Herrn.

Vertrauen – eine kleine Auswahl aus den Psalmen

Gott zu vertrauen heißt, ihm unsere Lasten und Sorgen zu übergeben.

„Bring deine Sorgen vor den HERRN, er wird dir helfen. Er wird nicht zulassen, dass der Gottesfürchtige stürzt und fällt.“ – Psalm 55,23

Dem Herrn zu vertrauen befreit uns von Angst.

„Doch wenn ich mich fürchte, vertraue ich dir.“ – Psalm 56,4

„Er fürchtet sich nicht vor schlechter Nachricht, sondern vertraut fest darauf, dass der HERR für ihn sorgt.“ – Psalm 112,7

Gott zu vertrauen schenkt uns wahre, tiefe Geborgenheit.

„Wer im Schutz des Höchsten lebt, der findet Ruhe im Schatten des Allmächtigen. Der spricht zu dem HERRN: ‚Du bist meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, dem ich vertraue.‘“ – Psalm 91,1–2

Vertrauen stellt uns unter Gottes Segen.

„Glücklich sind alle, die auf ihn vertrauen“ – Psalm 2,12

„Wie groß ist deine Güte, die du denen bereithältst, die dich ehren, und die dir vertrauen“ – Psalm 31,20