Gott kennt unsere menschlichen Schwächen, unsere persönlichen Unzulänglichkeiten und seinen Plan für unser Leben. Nichts entzieht sich Gottes Kontrolle, und mit unserer Mithilfe kann er aus jeder Situation, selbst aus einer schlechten, etwas Gutes entstehen lassen. Tatsächlich sind Probleme oft keine Hindernisse auf dem Lebensweg, sondern können zu Sprungbrettern für Gutes werden.
„Wir wissen, dass für die, die Gott lieben und nach seinem Willen zu ihm gehören, alles zum Guten zusammenwirkt“ (Römer 8,28).
Hier sind einige Beispiele aus der Bibel:
Joseph vertraute auf Gott in guten wie in schlechten Zeiten, und zu gegebener Zeit versetzten ihn die Schwierigkeiten, denen er gegenüberstand, in die Lage, seiner Familie und seinem Volk zu helfen (1.Mose 37–47).
Josephs Brüder verkauften ihn heimlich in die Sklaverei in ein fremdes Land, wo er schließlich in Potifars Besitz gelangte, einem Beamten des Pharaos und Hauptmann der Leibwache. Joseph stieg in seiner neuen Position zu Ansehen auf, doch als Potifars Frau ihn zu Unrecht beschuldigte, sie sexuell belästigen zu wollen, wurde er ins Gefängnis geworfen.
Auch im Gefängnis stieg er in eine verantwortungsvolle Position auf, und als er einen Traum des Mundschenks des Pharaos richtig deutete, versprach dieser, beim Pharao für Josefs Freilassung einzutreten. Leider vergaß der Mann sein Versprechen, und Joseph schmachtete weitere zwei Jahre im Gefängnis. Es schien, als hätte sich die Lage für den armen Joseph nur noch verschlimmert.
Als aber der Pharao selbst zwei beunruhigende Träume hatte, die keiner seiner Weisen deuten konnte, erinnerte sich der Mundschenk an Josef und erwähnte ihn gegenüber dem Pharao. Als Josef die Träume richtig deutete, entließ der Pharao ihn nicht nur aus dem Gefängnis, sondern machte ihn auch zu seinem obersten Minister, seinem Stellvertreter über das ganze Land Ägypten.
So gelangte Josef schließlich in die Lage, Ägypten, seine Familie und einen Großteil der Region vor einer siebenjährigen Hungersnot zu retten, und er wurde schließlich wieder mit seiner Familie vereint.
Josef erklärte, dass Gott aus der bösen Tat seiner Brüder Gutes hervorgebracht habe, trotz zahlreicher Schwierigkeiten in der Zwischenzeit.
Ihr hattet zwar Böses mit mir vor, aber Gott hat es zum Guten gewendet, um zu erreichen, was heute geschieht: ein großes Volk am Leben zu erhalten“ (1.Mose 50,20).
Durch seinen Opfertod am Kreuz hat Jesus den Preis für unsere Sünden bezahlt und es uns ermöglicht, das ewige Leben mit ihm zu genießen (Matthäus 27,11–54).
Die jüdischen religiösen und politischen Führer beschuldigten Jesus der Gotteslästerung, beschlossen seinen Tod und brachten ihn zu Pontius Pilatus, dem römischen Statthalter von Judäa. Pilatus fand keinen Grund, Jesus zu verurteilen, doch da er die feindselige Menschenmenge fürchtete, die sich versammelt hatte, überließ er es dem Volk, über das Schicksal Jesu zu entscheiden. Von ihren Anführern aufgehetzt, forderte die Menge: „Kreuzige ihn!“
Jesus wurde verspottet, geschlagen und bespuckt. Er wurde ausgepeitscht, und die an den Enden mit scharfen Eisen- und Knochensplittern versehenen Peitschenriemen verwundete, ja zerfleischten seinen Körper. Eine Dornenkrone wurde ihm aufgesetzt. Und da er nach all diesen Qualen zu schwach war, um sein Kreuz zum Hinrichtungsort zu tragen, wurde ein Umstehender gezwungen, es für ihn zu tragen.
Auf Golgatha wurden Nägel durch seine Handgelenke und Knöchel getrieben, wodurch er am Kreuz befestigt wurde, wo er zwischen zwei gewöhnlichen Verbrechern sterben musste. Jesus hing sechs Stunden lang am Kreuz; während dieser Zeit würfelten Soldaten um seine Kleider, und die Umstehenden verspotteten ihn. Fast alle seine Freunde und Anhänger hatten ihn verlassen. Da er sich selbst von seinem Vater alleingelassen fühlte, rief er aus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Doch im Sterben, verkündete er: „Es ist vollbracht!“ Durch seinen Tod wurden unsere Sünden gesühnt und durch seine Auferstehung der Tod besiegt. Die Erlösung war gekommen.
„Herodes Antipas, der Statthalter Pontius Pilatus und das Volk Israel haben sich gegen Jesus, deinen heiligen Knecht, den du gesalbt hast, verschworen. Doch haben sie damit nur das getan, was du in deiner Macht schon längst beschlossen und bestimmt hattest“ (Apostelgeschichte 4,27–28).
Auch für Paulus und Silas schien in Philippi alles schrecklich schiefzugehen (Apostelgeschichte 16,16–40).
Als Paulus eine Wahrsagerin von dem Dämon befreite, der von ihr Besitz ergriffen hatte, stachelten die wütenden Herren der Frau einen Pöbel gegen die christlichen Lehrer auf, schleppten sie vor die örtlichen Behörden und erhoben falsche Anschuldigungen gegen sie. Die Beamten ließen sie entkleiden, ließen sie auspeitschen, in Ketten legen und ins Gefängnis werfen – ohne Rücksicht auf ihre Rechte als römische Bürger.
In jener Nacht gab es ein gewaltiges Erdbeben, das das Gefängnis so heftig erschütterte, dass die Mauern wankten und die Türen aufsprangen, wodurch die Gefangenen befreit wurden. Doch Paulus und Silas retteten dem Gefängniswärter das Leben, indem sie nicht flohen. Daraufhin nahm der Gefängniswärter sie mit in sein Haus, ließ ihnen den Tisch decken, versorgte ihre Wunden und hörte sich an, was sie zu sagen hatten. Noch in derselben Nacht kamen der Gefängniswärter und sein ganzer Haushalt zum Glauben an Jesus. Am nächsten Morgen wurden Paulus und Silas aus der Haft entlassen, mit einer Entschuldigung des Gerichts.
„Der Gefängniswärter und alle, die zu seinem Haus gehörten, freuten sich sehr, weil sie zum Glauben an Gott gekommen waren“ (Apostelgeschichte 16,34).
