In Römer 12,2 heißt es: „Orientiert euch nicht am Verhalten und an den Gewohnheiten dieser Welt, sondern lasst euch von Gott durch Veränderung eurer Denkweise in neue Menschen verwandeln. Dann werdet ihr wissen, was Gott von euch will: Es ist das, was gut ist und ihn freut und seinem Willen vollkommen entspricht.“ Entweder leben wir so, wie die Welt lebt, oder wir werden zu dem verwandelt, was Gott für uns vorgesehen hat. Der Punkt ist, dass uns etwas definiert. Es beginnt mit unseren Gedanken, gefolgt von unseren Handlungen.
Kürzlich habe ich ein Video über eine Frau gesehen, die Felskletterte. Im Fitnessstudio erklomm sie mühelos die Indoor-Kletterwand, brach Rekorde und ich fand das beeindruckend. Das würde ich auch gern können, dachte ich mir.
Wenn ich Klettersportler werden wollte, müsste sich jedoch einiges in meinem Leben ändern. Es gibt ein Fitnessstudio, in dem man trainieren kann, dafür müsste ich eine Mitgliedschaft abschließen. Ich bräuchte auch die richtigen Schuhe und Kleidung. Dann müsste ich auch tatsächlich ins Kletterstudio gehen und würde mich wahrscheinlich an der Anfängerwand total blamieren. Ich vermute, dass meine ersten Versuche mit blauen Flecken, Frust und Muskelkater enden würden. Ich würde mein Training gezielt auf die Muskeln und Fähigkeiten konzentrieren, die für diese neue Leidenschaft erforderlich sind. All dies würde auf Kosten anderer Aktivitäten gehen.
Wohl würde ich eine Freundschaft mit anderen Kletterern aufbauen. Meine Begeisterung für das Klettern würde zweifellos in Gesprächen zur Sprache kommen, und vermutlich würde ich einige meiner Freunde davon überzeugen, mit mir klettern zu gehen.
Wenn ich all das innerhalb eines Jahres durchziehen würde, würde aus einer Frau, die kaum einen Klimmzug schafft, eine Frau werden, die wahrscheinlich die mittelhohe Wand in der Kletterhalle erklimmen könnte. Eines Tages würde meine Identität „Kletterin“ lauten, auch wenn ich weiterhin einen Bürojob hätte.
Wenn ich mir das so vor Augen führe, wird mir auch klar, wie sehr man sein Leben umkrempeln muss, wenn man wirklich ein Nachfolger Jesu werden will. Das ist keine passive Angelegenheit, nicht etwas, das automatisch einfach so von selbst passiert.
Ich habe mir einige Fragen gestellt, die vielleicht auch für dich hilfreich sein könnten. Fragen wie: Spiegelt das, womit ich jeden Tag meine Zeit verbringe, meine Leidenschaft für die Nachfolge Jesu wider? Und was prägt mich gerade? Nicht leicht zu beantwortende Fragen, oder? Aber das angehen wäre der Mühe wert, wenn du wirklich eine Veränderung willst.
