Ich möchte dir eine Geschichte erzählen, die die lebensspendende und erlösende Kraft von Jesus zeigt.
In den Seminaren, die ich für Schulabgänger halte, lade ich die Jugendlichen immer ein, mit mir zu beten und Jesus zu bitten, in ihr Leben zu kommen und für immer bei ihnen zu sein. Ich erkläre ihnen, dass dies zwar ein wichtiges Gebet ist, aber nicht die Worte selbst, sondern vielmehr der Glaube und die Aufrichtigkeit unseres Herzens den Unterschied ausmachen. Dann erzähle ich ihnen die Geschichte meines Vaters, die dies veranschaulicht.
Als meine Mutter mit mir schwanger war, stand die Beziehung meiner Eltern vor dem Aus. Es war die zweite Ehe meines Vaters, und er war drogenabhängig geworden und vorbestraft. Er besaß ein Fischerboot und fischte während der Saison Lachs und Thunfisch. Außerhalb der Saison arbeitete er als Mechaniker, Tagelöhner und Kleinkrimineller, um seine Sucht zu finanzieren. Er verkaufte Drogen und spritzte regelmäßig Heroin. Fast einmal in der Woche wachte er im Gefängnis auf, nachdem er in Kneipenschlägereien verwickelt war, an die er sich nicht erinnern konnte, weil er so betrunken war.
Er war zutiefst unglücklich und innerlich völlig zerrissen. Er kam zu dem Schluss, dass er nur glücklich sein könne, wenn er ständig unter Drogen stand – doch meist hatte er nicht genug Geld, um seinen Konsum zu decken. Also schmiedete er den Plan, eine Bank zu überfallen. Wenn es ihm gelang, hätte er genug Geld, um sich bis zu seinem Tod mit Drogen zu versorgen. Und falls er erwischt würde, wollte er sich mit der Polizei ein Schussgefecht liefern, bis er getötet würde. Im Grunde war es ein Plan, seinem Leben möglichst schnell ein Ende zu setzen. Das einzige Problem war, dass er keine Pistole besaß und auch keine kaufen konnte wegen seiner Vorstrafen. Also machte er sich auf die Suche nach jemandem, der ihm illegal eine Waffe verkaufen würde.
Während er durch die Innenstadt lief, begegnete er einer jungen Frau. Weil sie ihm gefiel, sprach er sie an. Doch zu seiner Überraschung begann sie, ihm von Jesus zu erzählen – das Letzte, was er hören wollte. Er erzählte ihr, dass er in einer religiösen Familie aufgewachsen war, sein Vater sich sonntags wie ein guter Christ benahm, die Woche über aber seine Familie misshandelte und das Gegenteil seiner angeblichen Überzeugungen lebte. Die junge Frau erklärte ihm, dass sie nicht von Religion oder Kirche sprach, sondern von einer persönlichen Erfahrung mit Jesus, die sein Leben verändern könne. Sie fragte ihn, ob er mit ihr beten wolle, um Jesus anzunehmen. Mein Vater war zu stolz und zu stur, um dort mit ihr zu beten, aber er versprach, darüber nachzudenken.
Nachdem er erfolglos versucht hatte, eine Waffe zu beschaffen, ging er nach Hause, dachte über seine Begegnung mit der Frau nach und betete dann etwa so: „Gott, ich glaube nicht einmal, dass es dich gibt. Aber wenn doch, brauche ich Hilfe. Und wenn du real bist, dann musst du mein Leben verändern, denn ich bin am Ende.“
Von diesem Tag an begann sich sein Leben zu verändern. Er verspürte keinerlei Verlangen mehr nach Drogen, und eine Woche später, als ihm jemand Drogen anbot, wurde ihm klar, dass er sie nicht mehr brauchte, weil er bereits innere Zufriedenheit empfand. Er hörte auf zu trinken und begann in der Bibel zu lesen. Meine Mutter war zwar zunächst skeptisch, sah aber bald, dass seine Veränderung echt war, was sie beide wieder versöhnte. Kurz darauf weihten sie beide ihr Leben Jesus und begannen eine Ausbildung als Missionare.
Ich bin so dankbar dafür, wie Gott im Leben meines Vaters gewirkt hat. Ich habe oft darüber nachgedacht, wie diese Erfahrung wahrscheinlich auch mich vor einem sehr negativen Lebensweg bewahrt und mir geholfen hat, mein eigenes Leben schließlich Jesus zu widmen und Menschen in Not zu helfen.
Den Jugendlichen, die ich unterrichte, sage ich: „Jesus kann euer Leben heute verändern, und er kann euch in jeder Situation helfen, in der ihr euch wiederfinden mögt.“ Es geht nicht darum, wie wir uns Gott präsentieren; er möchte einfach nur, dass wir zu ihm kommen. Jesus verspricht in Johannes 6,37: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ Und in Römer 10,13 heißt es: „Jeder, der den Namen des Herrn anruft, wird gerettet werden.“ Wenn wir aufrichtig zu ihm ausrufen, ist Jesus für uns da.
Mögen wir uns immer daran erinnern, dass Jesus nicht nur gestorben und auferstanden ist, damit wir einen Platz bei ihm im Himmel haben können, sondern auch, damit er unser Leben hier auf Erden zum Besseren verändern, uns durch jede Herausforderungen begleiten und jeden Tag unser Retter sein kann.
Wenn du Jesus noch nicht als deinen Retter angenommen hast, kannst du das jetzt gleich tun, indem du dieses Gebet sprichst:
Lieber Jesus, ich glaube, dass du der Sohn Gottes bist und dass du für mich am Kreuz gestorben bist, damit ich durch dein Opfer für immer mit dir im Himmel leben kann. Ich bitte dich, mir meine Sünden zu vergeben und öffne dir jetzt die Tür meines Herzens. Bitte erfülle mich mit deinem Heiligen Geist und hilf mir, so zu leben, dass es dich verherrlicht. Leite mein Leben und hilf mir, dir zu folgen. In deinem Namen bete ich. Amen.
