Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich als Kind einen Film über Marsmenschen gesehen habe, die die Erde überfielen. Das hat mich tief beeindruckt. Plötzlich meinte ich, überall im Haus Marsmenschen zu sehen – sogar in meinem Kleiderschrank. Meine Mutter war so besorgt, dass sie mit mir zum Kinderarzt ging. Sein Rat war ganz einfach: „Sie sieht zu viel fern! Achten sie darauf, wie lange und was sie sieht.“ Meine Mutter nahm sich das zu Herzen, und tatsächlich – die Außerirdischen verschwanden wieder.
Ein anderes Mal entwickelte ich eine immense Angst vor der Dunkelheit. Doch etwas in mir sagte: „Wenn du dich ihr stellst, wird sie verschwinden!“ Also zwang ich mich dazu, nachts mit ausgeschaltetem Licht durch Teile des Hauses zu gehen. Und die Angst verschwand.
Einmal hatte ich einen Traum, in dem eine gute Freundin und ich über eine wunderschöne offene Wiese rannten, als mir plötzlich der Gedanke durch den Kopf schoss: „Das ist zu schön, um wahr zu sein – gleich passiert bestimmt etwas Schlimmes!“ Und plötzlich erschien direkt vor uns ein großer horizontaler Riss im Boden, und ich wachte voller Angst auf!
Dieser Traum erinnerte mich daran, wie Petrus den Mut hatte, auf dem See Genezareth auf dem Wasser auf Jesus zuzugehen. Doch dann blickte er auf die Wellen und begann zu sinken. Er rief nach Jesus, der ihm zu Hilfe kam. Nachdem sie wieder sicher im Boot waren, sagte Jesus: „Warum habt ihr so wenig Glauben?“ Angst zu haben liegt in der menschlichen Natur, doch in der Bibel lesen wir immer wieder „Fürchtet euch nicht“ und ähnliches.
Als die Wissenschaft der Psychologie im 19. Jahrhundert entstand, glaubte man, dass Gefühle Gedanken hervorrufen. Später kam man jedoch zu dem Schluss, dass Gedanken Gefühle hervorrufen. Die Bibel lehrt uns, über alles nachzudenken, was wahr, ehrbar, gerecht, rein, liebenswert, vorbildlich oder lobenswert ist. (Sieh Philipper 4,8.) Das ist etwas, das wir durch Übung lernen; es kommt mit der Zeit. Es ist sehr wichtig, die Bibel zu lesen und unseren Geist mit positiven Gedanken und Bildern zu füllen.
Es ist außerdem von entscheidender Bedeutung, den Schutz der Rüstung Gottes zu haben, die in Epheser 6,10–17 beschrieben wird. Zu dieser Rüstung gehören der Gürtel der Wahrheit, der Panzer der Gerechtigkeit, die Schuhe des Evangeliums des Friedens, der Schild des Glaubens, der Helm der Erlösung und nicht zuletzt das Schwert des Geistes, das Wort Gottes. Mit dieser Ausrüstung können wir mutig vorangehen, Ängste überwinden und andere in Gottes Reich der Liebe führen.
