Als Nachfolger Jesu gehören wir nicht zu dieser Welt (Johannes 15,19). Unsere Berufung ist es, „seinem Sohn gleich zu werden“ (Römer 8,29), „durch die Erneuerung unseres Denkens verwandelt zu werden“ (Römer 12,2) und uns an „Christus zu halten“ (Römer 13,14), damit die göttliche Natur mehr und mehr zu unserer eigenen wird. „Denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Wirken veranlasst nach seinem guten Plan“ (Philipper 2,13). Wir sind dem alten Leben gestorben und zu einem neuen Leben geboren. Wir sind Gottes wiedergeborene Kinder, adoptierte Erben seines Reiches. Gott – der Vater, Jesus und der Heilige Geist – wohnt in unseren Herzen! (Sieh Römer 6,6; Johannes 1,12; 2. Korinther 5,17; Römer 8,17.)
Gleichzeitig sind wir berufen, dabei zu helfen, Menschen aus dem Machtbereich der Finsternis zu retten und ihre geistlichen Augen für die Wahrheit zu öffnen, damit auch sie Gottes große Liebe, seine Vergebung und echte geistliche Freiheit erfahren können.
Jesus sieht jeden Einzelnen von uns. Jeder Mensch ist geschaffen und geliebt von unserem himmlischen Vater, „denn er lässt die Sonne für Böse und Gute aufgehen“ (Matthäus 5,45). Er hat seinen Sohn für alle Menschen gesandt. Alle sind geliebt. Aus Gnade sind wir neu geboren und dürfen Anteil haben an seinem Auftrag, auch an diesem: „Der HERR hat mich gesalbt … er hat mich gesandt, um die zu heilen, die ein gebrochenes Herz haben, und zu verkündigen, dass die Gefangenen freigelassen und die Gefesselten befreit werden“ (Jesaja 61,1).
Wer sind diese Gefangenen? Könnte dies auch diejenigen einschließen, die im Reich der Finsternis gefangen sind? Wir dürfen das Böse derer, die es begehen, nicht gutheißen, übersehen oder herunterspielen. Doch als Kinder Gottes sind wir beauftragt, die Verlorenen – ganz gleich, wer sie sind oder was sie getan haben – mit dem Evangelium der Gnade zu erreichen. „Denn die Gnade Gottes, die allen Menschen Rettung bringt, ist sichtbar geworden“ (Titus 2,11). „denn ich bin gekommen, um die Welt zu retten, und nicht, um sie zu richten“ (Johannes 12,47).
Unser König hat uns hierher berufen, um als seine Friedensstifter zu wirken. Lasst uns nicht abgelenkt werden oder uns in den Angelegenheiten dieser Welt verstricken. „Denkt nicht an weltliche Angelegenheiten, sondern konzentriert eure Gedanken auf ihn“ (Kolosser 3,2). „Deshalb lebt nun auch als Kinder des Lichts“ (Epheser 5,8), als Kinder Gottes.
„Dort hat das Volk, das im Dunkel lebt, ein helles Licht gesehen. Und über den Menschen in einem vom Tode überschatteten Land ist ein strahlendes Licht aufgegangen“ (Matthäus 4,16).
