Jesus hat in den Evangelien einige deutliche Aussagen zum Thema Geld gemacht (Matthäus 6,24), nicht weil etwas gegen Geld hat, sondern weil die Liebe zum Geld eine starke Auswirkung auf uns hat und uns in die Irre führen kann.

In der Bibel gibt es eine Geschichte, die zeigt, wie sehr Menschen sich oft von Reichtum anziehen lassen. Das passierte, als die Kinder Israels begannen, das gelobte Land zu erobern. Gott hatte ihnen auf wundersame Weise geholfen, die Schlacht um die Stadt Jericho zu gewinnen. Doch bekamen sie von Gott die Anweisung, dass niemand Gold, Silber oder wertvolle Sachen aus der Stadt an sich nehmen sollte.

Jedoch konnte ein Mann namens Achan seine Begierde nicht zügeln und versteckte einen Goldbarren, einige Silbermünzen und andere wertvolle Sachen, die er gefunden hatte. Zuerst schien alles gut zu gehen, aber als sie in die nächste Schlacht gegen eine viel kleinere Stadt als Jericho zogen, erlitten sie eine Niederlage, bei der 36 ihrer Soldaten getötet wurden. Josua fragte Gott, warum das passiert war, und Gott sagte ihm, dass es am Ungehorsam und der Gier eines Einzelnen lag.

Schließlich gab Achan zu, was er getan hatte, aber weil seine Handlungen – getrieben von Gier und Geldsucht – den Tod von 36 Menschen und die Niederlage Israels verursacht hatten, wurde er hingerichtet. (Josua Kapitel 7)

Dieses Beispiel erscheint uns heute, wo Materialismus unsere Kultur so stark prägt und der Wunsch nach materiellen Besitztümern oft als tugendhaft angesehen wird, extrem. Aber in Hebräer 13,5 heißt es: „Hängt euer Herz nicht ans Geld und begnügt euch mit dem, was ihr habt. Denn Gott hat gesagt: ‚Ich werde dich nie verlassen und dich nicht im Stich lassen.‘“ Gott wird uns mit dem versorgen, was wir brauchen, deshalb dürfen wir uns nicht von Gier leiten lassen.

Diese Geschichte zeigt weiter, dass Reichtum und Besitz zwar Komfort und Stabilität bringen können, aber wenn sie auf die falsche Weise erworben werden, zu Kummer und Leid führen. Wenn wir uns von all den verfügbaren materiellen Gütern überwältigen lassen und davon besessen werden, kann das zu Unglück, Schulden und finanziellem Ruin führen.

Was mir geholfen hat, wenn ich mir etwas Materielles gewünscht habe, ist, mir Zeit damit zu nehmen, anstatt impulsiv zu handeln. Oft vergeht das Verlangen, meine Prioritäten werden klar und ich merke, dass ich es nicht wirklich brauche und ich es mir auch nicht leisten kann, oder ich finde in der Zwischenzeit etwas Besseres. Es ist nicht immer eine Sünde, einem Wunsch nachzugeben, aber wir sollten uns bemühen, uns von dem starken Einfluss, den Dinge auf uns haben können, frei zu halten.