Kaputt!

Mein neues Jahr begann buchstäblich mit einem Knall! Am 31. Dezember fiel mir mein Handy aus der Hand, welches anscheinend suizidale Gedanken hatte.

Ich hob es gleich wieder auf und kam gar nicht auf die Idee, dass etwas passiert sein könnte. Zum einen war es auf einen Teppichboden gefallen, zum anderen war es nicht das erste Mal, dass es mir runtergefallen war.

Tja, dieses Mal hatte ich Pech. Als ich das Handy umdrehte und die feingliedrigen Risse sah, die sich wie ein Spinnennetz über das Display zogen, rutsche mir mein Herz in die Hose. Es funktionierte zwar noch, war aber nicht mehr wirklich brauchbar. Die Garantie war natürlich auch schon lange abgelaufen.

Wie auch immer, ich schreibe das nicht, um zu jammern oder mich bemitleiden zu lassen. (Naja, vielleicht ein bisschen.)

Dieses Missgeschick hat mich tatsächlich pünktlich zum Jahreswechsel etwas: Verlasse dich zunächst nicht zu sehr auf die Pläne und Erfahrungen von gestern, denn heute können die Dinge schon ganz anders aussehen und tun es wahrscheinlich auch. Wir müssen Tag für Tag flexibel bleiben und offen für alles, was Gott uns über den Weg schickt, ansonsten trifft uns das Leben schnell unerwartet und unvorbereitet.

Außerdem lernte ich, dass das Leben immer eine Überraschung für uns bereithält. Das Leben ist per Definition beweglich und agil. Vielleicht erlaubt unser Vater gewisse Dinge, weil Er in Seiner Weisheit weiß, dass sie uns besser machen werden. Wir dürfen uns nicht entmutigen lassen, wenn uns große Brocken vor die Füße geschmissen werden. Vielleicht erzielen wir einen glorreichen Sieg und erleben, wie erstaunlich unser Gott ist. Vielleicht werden wir hart getroffen, liegen am Boden, haben das Gefühl, versagt zu haben und erkennen trotzdem noch, wie erstaunlich unser Gott ist! Unsere Zukunft ist sicher und Seine Hilfe ist beständig.

Ich kann nicht wissen, was du im Moment durchmachst. Es könnte sich um ein großes Problem handeln oder 1000 kleine oder eine Zahl dazwischen. Vielleicht fühlst du dich selbst gerade „kaputt“. Hier kommt Jesus ins Spiel. Er hat die nötige Erfahrung und Technik, um uns wiederherzustellen. Seine Garantien heißen „für immer“ und „mit euch allezeit“.1

Selbst wenn ich jetzt durch ein „trübes Glas“ schaue, weiß ich mit Sicherheit, dass „am Ende alles gut wird.“2

  1. Vgl. Matthäus 28,20.
  2. Vgl. 1. Korinther 13,12.