Fang mit dem Frosch an!

Ich bin jemand, der dazu neigt, sich von der Inspiration leiten zu lassen, und ich bin schon lange durch meine verstreute Herangehensweise vom Erreichen von Zielen abgelenkt gewesen; nun suchte ich also nach einem effektiven Weg, meine To-Do-Liste abzuarbeiten. Es scheint so einfach zu sein, mir das herauszusuchen, was ich am liebsten tue, oder was mich inspiriert, zuerst anzupacken; aber leider führt diese Strategie oft zu Verzögerungen, zumal diese „Favoriten“ oft nicht die wichtigsten oder vorrangigsten Aufgaben sind. Da das Wichtige nicht einfach so verschwindet, ertappe ich mich dabei, immer hektischer vorzugehen, um alles unterzubringen.

Irgendetwas musste sich definitiv ändern, und eines Morgens während meiner täglichen Andacht betete ich ausdrücklich, dass Gott mir helfen würde, meine dürftigen Priorisierungsfähigkeiten in den Griff zu bekommen.

Ein paar Tage später, als ich auf einem Flohmarkt durch die Stände stöberte, fiel mir ein dünnes Buch auf. Der merkwürdige Titel „Man kann keine Ente zur Adlerschule schicken!“ spähte aus einem Stapel verstaubter, antiquarischer Bücher hervor, die in einem Karton aufgereiht waren. Ich zog es heraus und schlug es zu einem Zitat von Mark Twain auf: „Iss jeden Morgen einen lebenden Frosch, und nichts Schlimmeres wird dir den Rest des Tages passieren können!“

Der begleitende Artikel erläuterte die Grundidee, die schwierigste Aufgabe zuerst anzugehen, indem er diese Aufgaben mit dem Essen eines Frosches vergleicht, bevor er mit ansprechenderen To-Dos weitermacht. Es gab noch viele andere nützliche Anekdoten, aber dieses Bild blieb mir im Gedächtnishängen, und ich merkte, es könnte die Antwort auf mein Gebet für eine Strategie sein.

Da ich seit meinem zehnten Lebensjahr ein schweres Rückenproblem hatte, war tägliches Trainieren und Strecken ein Muss, um mir zu helfen, den ganzen Tag über zu funktionieren, aber im Laufe der Jahre ist es zu einer lästigen Pflicht geworden, die ich manchmal fürchte. Diese Routine von meiner To-Dos-Liste streichen zu können, war definitiv mein erster „Frosch“ des Tages.

Diese und andere „Frösche“ zu identifizieren, fühlte sich anfangs seltsam an, aber diese einfache Taktik hat meine Arbeitsgewohnheiten verbessert und dazu beigetragen, das Hinausschieben in Schach zu halten. Selbst an Tagen, an denen ich keine Zeit habe, eine To-Do-Liste zu schreiben, erinnere ich mich noch daran, einen oder zwei „Frösche“ zu suchen, die meine Aufmerksamkeit als erstes benötigen.