Der Korken und die Stahlstange

In der Bibel lesen wir, „Das Gebet eines gerechten Menschen hat große Macht und kann viel bewirken.“1 Dennoch haben sich die meisten von uns wahrscheinlich gefragt, ob unsere Gebete wirklich einen Unterschied ausmachen, besonders, wenn wir lange und intensiv für eine bestimmte Situation gebetet, aber nicht das gewünschte Ergebnis gesehen haben.

Bei der Zusammenstellung dieser Ausgabe stieß ich auf die folgende Veranschaulichung:

In einem Museum(,) hing eine Stahlstange mit einem Gewicht von 500 Pfund (ca. 225 kg) an einer Kette. Neben ihr hing ein mittelgroßer Korken an einem Seidenfaden. „Wenn wir später an diesen Ort zurückkehren“, sagte ein Museumsführer zu einer Besuchergruppe, „werden Sie etwas sehen, was scheinbar unmöglich ist. Dieser Korken wird diese Stahlstange in Bewegung gesetzt haben.“

Der Führer setzte einen Mechanismus in Gang, bei dem der Korken sanft und wiederholt gegen die Stahlstange klopfte, die zunächst bewegungslos blieb. Die Besucher beobachteten ein oder zwei Minuten lang, wie der Korken mit pendelnder Regelmäßigkeit auf die Eisenstange klopfte, dann zogen sie weiter. Zehn Minuten später vibrierte der Balken leicht, und als die Besuchergruppe nach einer Stunde zurückkehrte, schwang die schwere Schiene wie das Pendel einer Uhr.

Wenn du also das nächste Mal meinst, deine Gebete hätten nicht einmal die Wirkung eines Federgewichts, erinnere dich an den Korken. Oft ändern sich Menschen und Situationen nicht über Nacht, auch nicht nach dem Beten. Aber jedes Gebet ist wie ein weiteres Klopfen des Korkens gegen die Stahlstange. Es mag nicht den Anschein erwecken, als würde es einen unmittelbaren Unterschied ausmachen. Aber mit der Zeit werden wir sehen, wie Gott auf unsere Gebete reagiert hat.

  1. Jakobus 5,16