Von der Wortspielerei zum Gebet

Beim heutigen Besuch einer kleinen Stadt wurde mir wieder einmal klar: Wenn Gott sagt: „Spring,“ sollte ich Ihn fragen: „Wie hoch?“

Ich ging an einem Speditionslager vorbei und hätte beinahe einen Mann angerempelt, der Schwierigkeiten hatte, einen großen Reifen auf seinen Geländewagen zu laden. „Du siehst ziemlich gerädert aus!“, schmunzelte ich. (Entschuldigung, aber ich habe eine Neigung zu Wortspielereien). Er lachte zurück, und ich ging weiter.

Ein paar Meter weiter hörte ich eine klare Stimme in meinem Herzen: „Geh zurück und hilf ihm!“ Plötzlich schämte ich mich dafür, nur einen Witz gemacht zu haben, ohne auch nur daran zu denken, diesem Mann zu helfen. Also kehrte ich um, ging zurück, und meine Hilfe wurde dankbar angenommen.

Wir luden weitere Reifen auf und kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, Koos stammt aus derselben Stadt, in der ich jetzt wohne, und ist erst vor ein paar Jahren weggezogen. Ich sagte ihm, dass ich Jesus nachfolge, und obendrein auch Missionar sei. „Das ist cool! Weißt du, durch deine Hilfe hast du mir gezeigt, was du glaubst,“ war seine Erwiderung.

Einfach so. Wow. Wie dankbar ich war, der Stimme Gottes zugehört und die Gelegenheit ergriffen zu haben, ein lebendiges Beispiel meines Glaubens zu zeigen. 1.

Wir redeten noch eine ganze Zeit und vor unserem Abschied tauschten wir unsere Kontaktdaten aus. Dann betete ich noch für ihn. Nach dem Gebet sagte er: „Ich wünschte, du würdest in der Nähe wohnen, aber lass uns in Verbindung bleiben und hoffentlich treffen wir uns wieder!“

Das Ganze erinnerte mich an das Sprichwort: „Zeig mir, was du tust, und ich sage dir, was du glaubst.“ Möge jeder von uns durch seine Taten beweisen, dass wir, genau wie die ersten Jünger, mit Jesus gewesen sind. 2

  1. Jakobus 3,13.
  2. Vgl. Apostelgeschichte 4,13.