Es ist wichtig, das Leben aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Nicht die Details deiner Lebensumstände sind das Wichtigste, sondern das, was du darüber denkst. Erst denkst du, dann handelst du. Eine häufige Reaktion auf Veränderungen ist Angst, die ein lähmendes Gefühl sein kann, das uns zur Verzweiflung bringt. Wenn wir die Richtung unseres Lebens ändern wollen, müssen wir damit beginnen, unsere Denkweise zu ändern.

Als meine Familie nach Argentinien umzog, hatten wir drei verschiedene Projekte, mit denen wir unseren Lebensunterhalt verdienen konnten. Aufgrund der veränderten politischen Lage stieg der Dollar in die Höhe, und unsere Projekte überlebten die Wirtschaftskrise nicht. Im Alter von 55 Jahren musste ich also noch einmal ganz von vorne anfangen. Der wirtschaftliche Wind hatte sich gedreht und ich musste die Segel neu setzen, um vorwärts zu kommen, zu überleben und zu wachsen.

Nachdem ich viele Optionen in Betracht gezogen hatte, fand ich meine Nische und begann, eine neue Karriere zu entwickeln, dann eine weitere und ein paar Jahre später wieder eine andere. Vor zehn Jahren konnte ich mir das alles noch nicht vorstellen. Man kann sicher sein, dass sich die Dinge ändern.

Ich mache immer noch das, was mir wirklich Spaß macht, und verdiene genug, um ein angenehmes Leben zu führen. Ich bin jetzt Mitte sechzig und immer noch mit Energie und Leidenschaft bei der Sache. All dies ist möglich, weil ich von Zeit zu Zeit innehalte, um meine Prioritäten und Ergebnisse zu bewerten und meinen Kurs mit Gott zu überprüfen. Er ist mein wichtigster Partner in diesem Abenteuer namens Leben und auch in meinem Geschäft. Wenn es sich richtig anfühlt, wenn es mir Freude macht und wenn ich Bibelstellen finde, die es unterstützen, dann bestätigen diese drei Faktoren, dass ich auf dem richtigen Weg zu einem glücklichen Ziel bin. Wenn nicht, muss ich einige Anpassungen vornehmen.

Ich habe gelernt, dass ich den Wind nicht lenken kann, aber ich kann meine Segel so setzen, dass ich mit einer guten Geschwindigkeit vorankomme. Und wenn die Winde zu einem Sturm anschwellen und toben und ich Angst bekomme, stelle ich mir vor, wie Jesus die Winde stillt, auf dem Wasser geht und mich einlädt, ihm zu folgen. Dann setze ich die Segel neu und fahre weiter, egal was passiert, denn er geht vor mir her und bereitet mir den Weg.

„Ich habe ein langes Leben hinter mir, doch nie habe ich erlebt, dass die, die auf Gott vertrauen, vergessen wurden, oder dass ihre Kinder um Brot betteln mussten“ 1. Egal wie schwierig, rau oder unangenehm die Situation ist, ich kann ruhig, glücklich und in Frieden sein und mich für eine ruhige Navigation mit Ihm am Ruder entscheiden.


  1. Psalm 37,25