Wenn du älter wirst, verändert sich manches. Eines davon ist, dass du langsamer wirst. Vielleicht nicht freiwillig, vielleicht nicht einmal bewusst, aber es kommt eine Zeit, in der du deinen Tag gut planen und ein realistisches Tempo vorgeben musst, um alles zu schaffen, was zu tun ist. Und wenn du nicht alles schaffst? Dann ist morgen auch noch ein Tag.

Mein Mann Gabriel und ich haben gelernt, realistischere Erwartungen an uns selbst zu stellen, denn einige der Aktivitäten, die uns früher so viel Spaß gemacht haben, sind nicht mehr machbar. Wir haben einfach nicht mehr die gleiche Energie. Aber erreichen wir wirklich weniger? Um ehrlich zu sein, glaube ich eher, dass wir uns in der produktivsten Phase unseres Lebens befinden.

Wir verlassen uns oft auf das Segensversprechen von 5.Mose 33,25: „Wie deine Tage, so deine Kraft.” Mit jedem Tag, an dem wir uns mehr auf den Herrn verlassen, weniger Wert auf Überflüssiges legen und unsere Ziele bewusster verfolgen, sind wir zufriedener mit den Ergebnissen.

„Langsam aber stetig gewinnt man das Rennen”, so lautet die Moral von Äsops Fabel „Die Schildkröte und der Hase.” Doch dieser Rat gilt nicht nur für das Alter. In unserer schnelllebigen Welt hat der übermäßige Druck, mehr in kürzerer Zeit zu erreichen, bei vielen zu unrealistischen Erwartungen geführt.

Eltern, die heute eine Familie großziehen, tragen eine enorme Last. Mutterschaft kann man oft mit der Leitung eines Zirkus mit drei Manegen vergleichen oder mit einem Jonglierkunststück, bei dem alle Bälle in der Luft sind und die Teller sich gleichzeitig drehen. Der Artikel von Marie Alvero auf Seite 15 zeigt, wie moderne Mütter mit dem Druck umgehen können, indem sie Liebe über Perfektion stellen.

Auch junge Menschen haben mit Stress zu kämpfen, sei es im Studium, bei der Partnerwahl, beim Berufseinstieg und ähnlichem. Wir alle können lernen, das Rennen mit Geduld und Ausdauer zu laufen und uns nicht von den Erwartungen anderer treiben zu lassen, sondern von dem, was Gott von uns erwartet. In seinem Artikel „Der Marathon des Lebens” berichtet Simon Bishop,  wie er gelernt hat, das „Rennen des Lebens” mit Jesus als persönlichem Trainer und Coach zu laufen.

Wir hoffen, dass diese Ausgabe von Activated dich dazu inspiriert, „den vor uns liegenden Wettlauf mit Ausdauer zu laufen, indem du auf Jesus blickst, dem Anfänger und Vollender unseres Glaubens” 1.


  1. Hebräer 12,1-2