„Ihr seid das Salz der Erde.“ – Matthäus 5:13

Als Christen streben wir unter anderem danach, Vermittler für Veränderungen im Leben anderer und im weitesten Sinn in der Gesellschaft zu sein. Das kann bedeuten, Staub aufzuwirbeln oder gegen den Strom zu schwimmen. Nicht alles, was Christen tun und gut heißen, steht im Einklang mit dem Status quo.

Vor mehr als 10 Jahren sprach der damalige Papst Johannes Paul II vor Universitätsstudenten darüber, wie man die Versuchung der Mittelmäßigkeit und des Konformismus‘ überwindet. Dazu sagte er: „Wenn Gläubige Christus, dem gekreuzigten König, nachfolgen, lernen sie: Regieren bedeutet zu dienen, das Wohl der anderen zu suchen und dabei zu entdecken, die wahre Bedeutung von Liebe kommt im aufrichtigen Geben von sich selbst zum Ausdruck.“ Er erklärte, wenn man in diesem Geiste lebt, wird der Christ zum „Salz der Erde.“ 1

Als Christen sind wir dazu aufgerufen, allem mit dem Gewürz des Glaubens, den wir bringen, etwas mehr Geschmack zu verleihen. In seinem Brief an die Kolosser schreibt Paulus: „Seid weise im Umgang mit Menschen von draußen und nutzt die Gelegenheiten, die Gott euch gibt! Eure Worte seien immer freundlich und angenehm gewürzt! Ihr sollt wissen, wie ihr jedem Einzelnen antworten müsst!“ 2

Das scheint ein gutes Gleichgewicht darzustellen einerseits zwischen der Forderung „aus jeder Gelegenheit das Beste zu machen“ beim Bezeugen gegenüber denjenigen, die keine Gläubigen sind, und andererseits dem Wunsch, sicherzustellen, dass unsere Rede sowohl freundlich, als auch ansprechend ist und mit dem Salz unseres Glaubens sowie unserem christlichen Vorbild verfeinert wurde. Das ist es, so schlussfolgert Paulus, was uns in die Lage versetzt, jedem die richtige Antwort zu geben, oder wie Petrus sagte: „Seid jederzeit bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der euch auffordert, Auskunft über die Hoffnung zu geben, die euch erfüllt.“ 3

Den Salzgeschmack nicht verlieren

Plinius der Ältere, der römische Naturforscher und Historiker, der im ersten Jahrhundert n. Chr. lebte, schrieb in einer seiner Enzyklopädien: „Nichts ist nützlicher als Salz und Sonnenschein.“ Jesus sagte: „Salz ist gut, um zu würzen. Aber wenn es seinen Geschmack verliert, wie soll man es wieder salzig machen?“ Seine Antwort lautete: „Ihr müsst die Eigenschaft des Salzes in euch tragen und in Frieden miteinander leben.” 4

Es bleibt jedem einzelnen von uns überlassen, die Eigenschaft und den Geschmack des Salzes in sich zu bewahren, damit wir die Welt um uns herum mit Seinem Geschmack würzen können.

Das Ziel – mit Jesus in einer lebendigen, tiefen und bedeutsamen Beziehung zu stehen; ein christliches Beispiel zu leben und Jesu Lehren zu folgen; mit anderen in Eintracht zusammenzuarbeiten – hieß schon immer, die Eigenschaft zu besitzen, „das Salz der Erde“ zu sein, Teil des „Lichts der Welt, eine Stadt auf einem Berg“, die andere zum Herrn zieht, damit auch sie Ihn kennen und lieben lernen können und dann ihrerseits anderen dabei helfen, dasselbe zu tun. 5

Solange wir uns darum bemühen, unseren christlichen Werten treu zu bleiben und sie zu leben, können wir Seinen Auftrag erfüllen, in dieser Welt die Würze des Lebens zu sein und ihr volles Aroma und ihre Bedeutung an andere weiterzugeben, Bewahrer des Guten zu sein und unseren Glauben – die wahre Währung der Welt – mit anderen zu teilen.

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Salz ist eine Lebensnotwendigkeit und ein Mineral, das seit Urzeiten in vielen Kulturen als Gewürz, Konservierungsmittel, Desinfektionsmittel, Bestandteil zeremonieller Opfer und Tauschmittel verwendet wurde. Die Bibel enthält zahlreiche Stellen, die sich auf Salz beziehen. In verschiedenen Texten wird es bildlich benutzt und bedeutet dort Beständigkeit, Loyalität, Ausdauer, Treue, Nützlichkeit, Wert und Reinigung. – John L. McKenzie (1910–1991), amerikanischer katholischer Theologe

In der alten biblischen Welt verkörperte Salz eine kostbare Handelsware. Es gab Nahrungsmitteln Geschmack und Würze und diente als wichtiges Konservierungsmittel. Außerdem ließ Salz die Menschen nach mehr dürsten. Jesus wünschte sich von Seinen Jüngern, der Welt durch Seine Lehren Geschmack und Würze zu verleihen, die Wahrheit zu bewahren, wie Er sie der Welt verkündet hatte, die Welt durstiger nach mehr zu machen. … Wenn wir das als Seine Jünger tun, werden auch wir „das Licht der Welt“ sein. Das Licht der Welt zu sein, bedeutet für Christen, überall das Licht zu verbreiten, das von oben kommt. Es bedeutet, die Dunkelheit des Bösen und der Sünde zu bekämpfen, die oft durch Unwissenheit, Vorurteile und Selbstsucht verursacht wird. Je mehr wir auf das Gesicht Jesu schauen, wie auf das Gemälde eines Impressionisten, desto mehr Licht sehen wir, und desto mehr werden wir von ihm verwandelt. Durch ihr Handeln beeinflussten die Jünger die Welt zum Guten. – Thomas Rosica (geb. 1959) Geschäftsführer von Kanadas Salz + Licht TV-Netzwerk

So wie das Salz das Essen würzt, wenn man es leicht darüber streut, so würzen Christen die Erde, wenn sie auf die unterschiedlichsten Länder der Erde verstreut sind. Wenn sie im Einklang mit Gottes Lebensregeln wirken, schützen Christen die Erde, indem sie den moralischen Verfall in der Gesellschaft bremsen, in der sie leben. – Aus WIKI-Antworten-Webseite


  1. Ansprache im UNIV 2002 Kongress in Rom, nach einem Bericht von Zenit news service, 25. März 2002.
  2. Kolosser 4:5-6 – NEÜ
  3. Petrus 3:15 – NGÜ
  4. Markus 9:50
  5. Siehe Matthäus 5:13-14.