Wenn ich mir heutzutage Filme ansehe, fällt mir unweigerlich auf, dass die Grenzen zwischen Gut und Böse immer mehr verschwimmen. Vor Jahrzehnten noch wurden in den meisten Filmen Werte dargestellt, Grenzen zwischen richtig und falsch waren klar gezogen und am Ende siegte meist das Gute über das Böse.

Ein Film, der mich als Teenager beeindruckt hat, war „Supergirl” (1984). In diesem Film verschlägt es Kara Zor-El, auch Supergirl genannt, von Argo City im Weltraum auf der Suche nach der Energiequelle Omegahedron auf die Erde. Karas Erzfeind auf der Erde ist eine Frau namens Selena, die mit Okkultismus und dunklen Mächten herumspielt. Selena strebt nach nichts Geringerem als der Weltherrschaft. Es gibt einen Kampf um das Omegahedron, das seinem Besitzer die Kontrolle über die ganze Erde geben würde. Selena bringt das Omegahedron in ihren Besitz und nutzt seine Kräfte für ihre eigenen bösen Ziele. Es kommt zu einer Konfrontation zwischen ihr und Kara. Selena besiegt Kara und verbannt sie in die Phantomzone, eine Gefängnisdimension.

Dort muss Kara feststellen, dass sie ihre übernatürlichen Kräfte verloren hat und nur noch ein Schatten ihrer selbst ist. Dann trifft sie Zaltar, der ihr Mentor in Argo City gewesen war und sich selbst in diese Zone verbannt hat. Er ermutigt sie, nicht aufzugeben. Schließlich steigt Kara siegreich aus der Phantomzone auf und hat alle ihre Kräfte zurück. Sie kehrt zur Erde zurück, und nach einem gigantischen Kampf mit der bösen Selena nimmt sie das Omegahedron in Besitz und bringt es nach Argo City zurück, wo es hingehört.

Ich sehe darin eine Analogie zum Evangelium. Jesus kam auf die Erde, um die Menschheit zu erlösen und ihr das Heil zu bringen. Er widerstand Satans Angebot von Macht und Reichtum und entschied sich stattdessen, den Willen des Vaters zu tun, der ihn gesandt hatte (Hebräer 10,7). Er wurde mit der Kraft des Heiligen Geistes gesalbt und zog umher, um Gutes zu tun und alle zu heilen, die vom Teufel körperlich und geistig unterdrückt wurden (Apostelgeschichte 10,38). Im Kampf gegen das Böse widerstand Jesus bis zum Vergießen seines Blutes am Kreuz und seiner Verbannung in die „Phantomzone“ – „das Herz der Erde“ (Hebräer 12,4; Matthäus 12,40).

Doch nach drei Tagen ist er triumphal aus dem Grab auferstanden, um zur Rechten des Vaters im Himmel erhöht zu werden (Apostelgeschichte 2,32-33). Eines Tages wird er in großer Macht und Autorität auf die Erde zurückkehren und die Mächte des Bösen vernichten. Die Erde wird wieder ihren rechtmäßigen Herrscher haben und mit Fairness und Gerechtigkeit für alle regiert werden (Jesaja 9,7). Was für eine Zukunft, auf die wir uns freuen können!