Licht wird geschätzt und als wertvoll empfunden, weil wir Dunkelheit kennen. Hoffnung wird dann wahrhaftig geschätzt, nachdem wir Verzweiflung erlebten. Unsere Segnungen bereiten uns deshalb so große Freude, weil wir auch ein Leben ohne sie kennen. Wir schätzen unsere Gesundheit, weil wir Krankheit erlebt haben, und wir verstehen, wie wertvoll es ist, geliebt zu werden, weil wir wissen, wie sich Einsamkeit anfühlt.

Es gibt, glaube ich, keinen Menschen, der Freude hat an Leid, Schwierigkeiten, Krankheiten, Schmerz und an den Härten des Lebens. Sogar Paulus sagt uns in der Bibel: „Ich [bin] zufrieden mit meiner Schwäche, damit die Kraft von Christus durch mich wirken kann.“ 1 Wenn wir in allen Lebenslagen zu Gott aufschauen können, verleiht uns Seine Stärke die Kraft, durchzuhalten und all das Gute zu erleben, das Er uns versprochen hat.

Unten findest du ein paar Gedanken von Menschen, die sich in schwierigen Zeiten an Gott wandten und dabei entdeckten, wie Er an Ihrer Seite mit ihnen durch alle Schwierigkeiten hindurch ging.

Dankbarkeit ist das Geheimnis der Freude. – Autor unbekannt

Instinktiv betrachten wir menschlichen Wesen die sichtbare Welt als „reale“ Welt und die unsichtbare Welt als „irreal“. Doch die Bibel besagt fast das genaue Gegenteil. – Philip Yancey (geb. 1949)

Eine jegliche Realisation über das Leiden kann in eine Waffe für oder gegen Gott verwandelt werden. Meistens katapultiert uns Leid in die Richtung, die wir bereits eingeschlagen haben – entweder hin zu Gott oder weg von Gott. – David McKenna

Schüttele nicht den Kopf, wenn du eine Mutter oder einen Vater mit einem Kind siehst, welches Downsyndrom hat, und sage innerlich: „Das würde ich nie schaffen.“ Wahrscheinlich könntest du es tatsächlich nicht. Genau das ist der Grund, warum es dir Gott nicht abverlangt hat. Nimm dir stattdessen Zeit und denk darüber nach, wie du in deiner eigenen besonderen, einzigartigen und individuellen Situation glücklich sein kannst. Akzeptiere deine Umstände als ein Geschenk aus Seiner Hand. Wage es, Ihm dafür zu danken. – Joni Eareckson Tada (geb. 1949)

Denke an deine schlimmsten Momente, deinen Kummer, deine Verluste, deine Traurigkeit, und dann bedenke: Hier bist du, fähig, dich an diese Momente zu erinnern. Du hast den schlimmsten Tag deines Lebens überstanden. Du hast das Trauma durchgestanden, du bist durch die Prüfung gegangen, du hast die Versuchung ertragen, du hast eine schlimme Beziehung überlebt, du kämpfst dich aus der Dunkelheit heraus und gehst deinen Weg. Erinnere dich an das Schlimme, … dann schau, wo du heute stehst. Wenn wir uns daran erinnern, wie schlimm das Leben einmal war, und wie weit wir schon gekommen sind, dann macht das einen deutlichen Unterschied in unserem Denken aus, und dieser Unterschied ist der Nährboden für Dankbarkeit. – Pater Peter Gomes (1942-2011)

Wenn du leidest, dann bete, der Kampf möge deinen Glauben stärken. – Bob O’Bannon

Bitte Gott nicht um eine leichtere Last. Bitte Ihn um einen stärkeren Rücken. – Autor unbekannt

Wenn du dich schwach fühlst, sage nicht: „Ich bin schwach“, sondern suche nach Mitteln und Wegen – und die findest du in Gottes Wort. – John Calvin (1509-1564)

Sage in schwierigen Zeiten als Erstes: Er hat mich hierher gebracht; durch Seinen Willen bin ich genau an diesem Ort, hier werde ich ruhen. Dann: Er wird mich hier in Seiner Liebe halten und mir Gnade für diese Prüfung geben, mich wie Sein Kind zu verhalten. Dann: Er wird aus der Bedrückung einen Segen machen und mich die Lektionen lehren, die Er für mich vorgesehen hat. Er wird in mir die Gnade wirken lassen, die Er mir verleihen will. Und als Letztes: Zu Seiner Zeit kann Er mir wieder aus allem heraushelfen – wann und wo Er es für richtig hält. Sage dir: Ich bin hier (1) auf Gottes Geheiß (2) in Seiner Obhut (3) unter Seinem Training (4) zu Seiner Zeit (5). – Andrew Murray (1828-1917)

Gott macht sich keine Sorgen um unsere Pläne; Er fragt nicht: „Möchtest Du den Verlust einer geliebten Person erleben oder diese Schwierigkeit oder jene Niederlage erfahren?” Nein, Er erlaubt so etwas aus einem bestimmten Grund. Was wir erleben, macht uns entweder zu angenehmeren, besseren und edleren Menschen, oder es macht uns kritischer, nörglerischer und hartnäckiger in unserem Wesen. Die Ereignisse machen aus uns entweder einen Bösewicht oder einen Heiligen. Das hängt gänzlich von unserer Beziehung zu Gott und dem Grad unserer Vertrautheit ab. – Oswald Chambers (1874-1917)

Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten. – 1. Korinther 10:13


  1. 2.Korinther 12:9