Gedrängt und angetrieben

Ich bin mir sicher, die meisten von uns würden Mutter Teresa und Menschen wie sie anschauen und denken, dass wir niemals so sein könnten; wir könnten niemals so heilig sein oder einen so großen Unterschied im Leben so vieler Menschen ausmachen. Möglicherweise nicht, aber die Tragödie ist, weil so viele nicht glauben, sie könnten es, versuchen sie es erst gar nicht einmal.

Aber Mutter Teresa wollte weder Heilige noch Friedensnobelpreisträgerin werden. Und sie begann nicht gleich damit, sich um die Unmengen der Ärmsten der Armen zu kümmern. Sie sah nur noch die Not in ihrer unmittelbaren Nähe, und handelte.

Gott hat es sich zur Aufgabe gemacht, gewöhnliche Menschen, die nichts Besonderes waren, zu benutzen, um außergewöhnliche Liebe zu zeigen. Alles hängt mit der Lebensregel Jesu zusammen, die Er bei verschiedenen Gelegenheiten ein wenig anders formuliert hat: Liebt Gott in erster Linie und liebt andere so sehr wie wir uns selbst,1 und behandle andere so, wie wir behandelt werden wollen.2 Wenn wir versuchen, auf diese Weise zu leben, eine Entscheidung, eine Handlung oder ein Gespräch nach dem anderen, wird das nicht über Nacht die ganze Welt verändern, sondern es wird unsere Welten verändern – unser eigenes Leben und das Leben, das wir berühren.

Der Apostel Paulus sagt, um das Leben des Dienens zu erklären, das er und andere frühe Christen angenommen hatten: „Die Liebe Christi drängt uns“3. Je mehr wir Gottes Liebe einsetzen, desto mehr wächst sie, desto mehr wird sie Teil unserer Reaktionen und desto mehr wird sie in unseren Handlungen sichtbar. Das war das Geheimnis von Paulus Erfolg und dem von Mutter Teresa – und es kann auch unseres sein.

Diese Ausgabe von Activated ist all jenen gewidmet, die sich täglich selbstlos um der Liebe Christi willen hingeben. Auch wenn ihr heute in der Welt unbesungen seid, weiß es Gott und sieht es.

  1. vgl. Matthäus 22,37ff.
  2. Siehe Matthäus 7,12.
  3. 2. Korinther 5,14