Ein positiver Beitrag

Ich wurde neulich inspiriert, als ich auf dem Blog eines Freundes einige persönliche Berichte las, in denen es darum ging, Gott trotz täglicher Probleme und Ärgernisse für Seine Güte zu loben.

Generell bin ich ein dankbarer Mensch. Ich veröffentliche inspirierende Geschichten auf meinem Blog oder schicke sie per E-Mail an Freunde und Familie, um mit ihnen die guten Dinge zu teilen, die in meinem Leben passieren. Aber nach all den Jahren habe ich Gott immer noch nicht auch für die „schlechten“ Dinge gelobt – „immer für alle Dinge Gott zu danken“.1 Ich hatte auch nicht die Angewohnheit, in allem das Gute zu suchen.

Aber nachdem ich den Beitrag meines Freundes gelesen hatte, wurde ich daran erinnert, dass die kleinen täglichen Dinge – ein Sandwich, eine Dusche, ein Sonnenuntergang, ein ermutigendes Wort von einem Freund, ein Spaziergang – alles Ereignisse sind, die es wert sind, sich für sie zu bedanken. Früher hatte ich immer auf eine „große Sache“ gewartet, bevor ich ekstatisch wurde, wie ich z. B. das erste Mal als Kind in einem Flugzeug geflogen bin, oder, wenn ich an einem Klassentreffen teilnahm, oder an dem Tag, an dem ich meine zukünftige Frau treffen oder Vater werden oder einen vergrabenen Schatz auf einer Südseeinsel finden sollte. Aber das bedeutet langes Warten und viele verpasste Chancen, ekstatisch zu sein, wenn ich wirklich glücklich und dankbar zu Gott sein könnte und sollte, selbst wenn ich morgens nur Frühstück esse oder eine E-Mail von meiner Mutter bekomme.

Das ist leichter gesagt als getan, könnte man sagen – und du hättest völlig Recht. Aber das Geniale am Lesen des Beitrags meiner Freundin war, wie bei mir der Gedanke aufkam, für die gleichen Dinge wie sie wirklich dankbar sein und auch sofort die gleiche „Dankbarkeitshaltung“ annehmen zu können. Sobald man damit anfängt, wird es automatisch.

Also will ich mich an meine eigenen Worte erinnern, wenn ich morgen im Stadtverkehr festsitze oder in der Patsche stecke oder wenn mir einer meiner Mitarbeiter auf die Nerven geht. Diese Ärgernisse spielen keine Rolle. Ich kann mich auch in jenen Zeiten freuen und froh sein, wenn ich entschlossen bin, Schönheit in allem zu sehen, was mir begegnet, und dankbar zu sein für „was immer auch geschieht, denn das ist Gottes Wille für mich, der ich Christus Jesus gehöre“.2

  1. Epheser 5,20, Betonung hinzugefügt
  2. Siehe 1. Thessalonicher 5,18.