Ein einziger Schritt

Vor ein paar Jahren nahm ich an einem Kurs für Englischlehrer teil. Meine Muttersprache ist kroatisch, und ich übe bereits seit über 20 Jahren den Beruf als Englisch-Übersetzer und Dolmetscher aus. Daher sprach ich im täglichen Leben zumeist Englisch und freue mich immer, wenn ich auf freiberuflicher Basis auch Englisch-Unterricht geben kann.

Irgendwann stellte ich jedoch fest, ein Diplom als Englisch-Lehrer würde mir mehr Berufschancen eröffnen. Außerdem wollte ich das Unterrichten – zum Beispiel in christlichen Sommerlagern – als Möglichkeit nutzen, um Gottes Liebe und Ermutigung mit anderen zu teilen. Von daher waren die Lehrtätigkeit und die Gute Nachricht genau das, was mich in die Lage versetzte, die Gelegenheiten weiterzuverfolgen, nach denen ich Ausschau hielt.

Ich arbeitete sowohl mit Erwachsenen als auch mit Kindern; und ich konnte mich gut in die Beklommenheit und Angst hineinversetzen, die jene überfiel, die sich unzureichend und unfähig vorkommen, eine neue Sprache zu lernen. In der Tat, blicke ich sogar meiner eigenen Angst vor der Zukunft ins Auge, während ich diesen Artikel schreibe!

Manchmal baue ich in meinen Unterricht ein treffendes motivierendes Prinzip mit ein: „Auch eine Reise von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt“, ist eines meiner Lieblingszitate. Aufzubrechen ist immer das Schwierigste. Wenn wir uns bemühen, etwas Neues in unserem Leben auszuprobieren, türmt sich oftmals die Angelegenheit vor uns wie ein riesiger Berg auf und wir „wissen“ einfach, dass wir niemals in der Lage sein werden, ihn zu bezwingen. Ja, das ist eine entmutigende Sichtweise, insbesondere wenn wir uns mit denen vergleichen, denen schon seit längerer Zeit Erfolg beschieden ist. Doch wenn es uns gelingt, unsere Überwindungsangst zu besiegen und jenen ersten Schritt zu tun, befinden wir uns auf der Straße zum Sieg.

 

Gottes Liebe ist erstaunlich! Wenn wir uns in Seiner Liebe sicher fühlen, gibt uns das den Glauben, über unsere eigenen Grenzen und Beschränkungen hinauswachsen zu können. Es befähigt uns, das Unbekannte in Angriff zu nehmen und unser volles Potenzial zu erreichen. Gottes Liebe hilft uns, zu glauben: Alles ist möglich. Seine Liebe schenkt uns Vertrauen. Seine Liebe schenkt uns Glauben. – Maria Fontaine

Deine Vergangenheit ist wichtig, aber sie ist nicht annähernd so wichtig für deine Gegenwart wie die Art und Weise, wie du deine Zukunft betrachtest. – Tony Campolo (geb. 1935)

Nein, liebe Freunde, ich bin noch nicht alles, was ich sein sollte, aber ich setze meine ganze Kraft für dieses Ziel ein. Indem ich die Vergangenheit vergesse und auf das schaue, was vor mir liegt, versuche ich, das Rennen bis zum Ende durchzuhalten und den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Christus Jesus bestimmt hat. – Philipper 3:13-14