Der angebrannte Kochtopf

Nicht einmal die dunklen Wolken und Böen des eisigen Windes draußen schienen so düster und kalt wie mein Herz. Als ich einen Topf aus dem Schrank zog, maß ich Wasser und getrocknete Bohnen hinein und schaltete den Herd ein. Meine Gedanken wanderten umher und verfolgten die Ereignisse der vergangenen Wochen und Monate.

Zwei Stunden später erregte ein plötzlicher Geruch im Flur meine Aufmerksamkeit: Rauch! Ich rannte in die Küche. Schwarze Wolken wogten, und der Topfdeckel klapperte unter dem Druck. Ich schaltete schnell den Herd aus, griff nach dem Topf, steckte ihn in die Spüle und drehte den Wasserhahn auf. Das Wasser zischte, als ich den Deckel hochhob.

Die ganze Pfanne war schwarz verbrannt, und von den getrockneten Bohnen blieb nichts übrig als ein schwelender, geschmolzener Klumpen. Sogar der Deckel war verkohlt. Ich hatte schon viele Töpfe angebrannt, aber noch nie so schlimm. Es ist ruiniert! Dachte ich mir. Es ist sinnlos, ihn schrubben zu wollen.

Als ich dort inmitten von Rauch und Dampf stand, konnte ich nicht umhin, eine Ähnlichkeit mit meinem damaligen Leben zu sehen: ein verbranntes, geschwärztes Durcheinander. Es ist ruiniert! Es gibt keine Hoffnung, es wieder in Ordnung zu bringen.

Als ich in dieser Nacht ins Bett sank, streckten sich meine Gedanken nach Jesus aus. Ich liebe dich, flüsterte Jesus zurück, und ich werde es immer tun, egal, was du getan hast oder nicht getan hast. Zusammen können wir immer wieder neu anfangen.

Mein angebrannter Topf wurde zu einer Inspiration, die mir Mut machte, als die Gefühle der Selbstvorwürfe drohten, mich wieder einzufangen. Ich verbrachte Stunden damit, ihn mit Scheuerpulver zu schrubben, und das Kohlrabenschwarz wich langsam einem Grau, dann einer Bräune und schließlich dem ursprünglichen Silberglanz. Als sich die Silberflecken ausdehnten, wurde mein Glaube, auf meinem Weg zur inneren Heilung durchzuhalten, gestärkt. Endlich hielt ich einen funkelnden Kochtopf in der Hand, der von jedem schwarzen Fleck gereinigt war.

Ich habe gelernt, dass Gott, wenn Er vergibt, nicht nur vergisst, sondern auch heilt. Seine unsterbliche Liebe gibt uns Mut, aufzustehen, wo wir hingefallen sind, und den Glauben, unsere Vergangenheit loszulassen, und die Hoffnung, in die Zukunft zu gehen.