Auf ein Wort

Ich kann mich nicht daran erinnern, jemals auf diesen Vers gestoßen zu sein, bis ich ihn anderntags sah. Zumindest ist er mir nie so aufgefallen, wie diesmal. Das könnte daran liegen, dass das Buch des Propheten Zefanja eines der weniger bekannten ist: „Der Herr, dein starker Gott, der Retter, ist bei dir. Begeistert freut er sich an dir. Vor Liebe ist er sprachlos ergriffen und jauchzt doch mit lauten Jubelrufen über dich.“1

Der große Gott des Universums liebt mich überschwänglich und ist so froh darüber, mich in Seinem Leben zu haben, dass Er nicht anders kann, als eine Party zu schmeißen und in Gesang auszubrechen, um es bekannt zu machen! Es ist ein unterhaltsames und ermutigendes Bild, besonders wenn du jemals damit zu tun hattest, dich fern von Gott zu fühlen.

Jesus sagte, das größte Gebot sei: „Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Verstand“.2 Aber es ist schwer, jemanden zu lieben, den man nicht kennt, und ich merke, dass ich Jesus nicht annähernd so gut kenne, wie ich es mir gerne wünschte.

Jeder von uns hat Familie und Freunde – Menschen, die wir gut kennen. Dann gibt es Leute, mit denen wir Zeit verbringen und die wir kennen – nicht unbedingt freiwillig, aber weil sie unsere Mitarbeiter sind, Schulkameraden usw. Dann gibt es Leute, die wir irgendwie kennenlernen, denen wir zufällig begegnen oder die uns gelegentlich begegnen und bei denen wir Mühe haben, uns an ihre Namen zu erinnern. Es gibt auch Leute, die wir wahrscheinlich nie treffen werden, aber über die wir in sozialen Medien lesen oder denen wir dort folgen. Die Frage ist, wo in diesem Rahmen passt Jesus hinein?

Natürlich ist die Natur Gottes so weitreichend und komplex, dass kein Mensch sie jemals vollständig erkennen kann. Aber das Leben besteht darin, Ihn ständig zu suchen3.

  1. Zefanja 3,17
  2. Matthäus 22,37
  3. Siehe Jeremia 29,13.], mehr über Ihn zu erfahren und Seine Gemeinschaft zu genießen. Wie Paulus schrieb: „Ja, alles andere erscheint mir wertlos, verglichen mit dem unschätzbaren Gewinn, Jesus Christus, meinen Herrn, zu kennen.“ [[Philipper 3,8